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Kettenbriefe-Flut auf Grund des Irak-Kriegs

Mit einem Mausklick das Gewissen beruhigen. Wann immer die Welt in Aufruhr ist, glauben einige Zeitgenossen, mit dem ebenso wirkungslosen wie probaten Mittel der Ketten-E-Mail dagegen angehen zu müssen. Gerade diejenigen, die sich für die Welt noch interessieren, lassen sich von der Ventilfunktion der Kettenmails verführen, so das Online-Magazin Telepolis.
/ Andreas Donath
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Ob es sich um schlimme Krankheiten von Unbekannten oder ganz aktuell den Irak-Krieg handelt, eine Kettenmail ist schnell aufgesetzt und versandt. "In einer Zeit, in der direkte Intervention, persönliches Engagement oder sogar die bloße Reflexion auf der Basis verlässlicher Informationen unmöglich erscheint, bieten Kettenbriefaktionen ein dringend benötigtes Ventil" , erklärte Telepolis-Autor Marcus Hammerschmitt die große Anzahl von Kettenbrief-Verschickern. "Für eine kurze Zeit bilden die 'Forwarder' eine Gemeinschaft des Guten und erleichtern so ihr Gewissen."

Ernsthafte Anliegen jedoch verschickt man nicht in anonymen Massenmails. Hinter dem vermeintlich seriösen Inhalt verbergen sich daher nicht selten Falschmeldungen, üble Scherze oder gar kriminelle Machenschaften.

Wer sich über Hintergründe einer eingegangenen Kettenmail informieren möchte, sollte unter der Website des Hoax-Info-Service nachsehen. Unter www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml(öffnet im neuen Fenster) gibt es nicht nur ausführliche Informationen zu falschen Virenwarnungen, sondern auch gut recherchierte Fakten zu Kettenbriefen aller Art. Diese eignen sich zudem sehr gut zur Argumentation in der Auseinandersetzung mit Bekannten, die einen Kettenbrief weitergeleitet haben.


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