RIAA macht weiter Jagd auf studentische Filesharing-Nutzer
Dabei wären jeweils Hunderte bis Tausende Musikstücke angeboten worden. Hauptgrund dafür, gegen die Studenten zu klagen, war laut RIAA-Präsident Cary Sherman nicht nur eine Verbreitung von geschützten Werken, sondern auch die Nutzung von besonders leistungsfähigen Netzwerken, um dies effizient zu bewerkstelligen. In den Klageschriften sei dies berücksichtigt, um den Ernst des "Musikdiebstahls" zu reflektieren. Etwas eigenartig ist, dass die RIAA gleichzeitig einschränkt, dass der Tausch nur innerhalb der Uni-Netzwerke stattgefunden habe.
Besagte Studenten hätten Software wie Flatlan, Phynd oder Direct Connect genutzt, um die Daten zu verbreiten. Dabei sei klar, dass diese internen Filesharing-Netzwerke wie Napster funktionieren würden, also Dateien zentral indexieren und Suchanfragen bearbeiten würden. Nutzer konnten Musikdateien mittels einfachem Mausklick herunterladen, beklagt Sherman. Wie die bereits gerichtlich als illegal eingestufte Musiktauschbörse Napster seien auch die von den Studenten genutzten Systeme illegal, so Sherman.
Durch die Urheberrechtsverletzungen mittels universitärer Filesharing-Server werden der RIAA zufolge nicht nur Künstler und Musikindustrie um ihre Einkünfte betrogen, sondern auch die Universitäten durch überlastete Netzwerke bei ihrer akademischen Forschung behindert. Die RIAA konzentriert sich allerdings nicht nur auf schwarze Schafe in Universitäten, sondern auch auf Internet-weite Filesharing-Netzwerke, mit den Klagen will man zudem Server-Betreiber sowie Nutzer abschrecken.