Abo
  • Services:

Bündnis für elektronische Signaturen gegründet

Partner wollen Ziele bis Ende 2005 umgesetzt haben

Staat und Wirtschaft haben am heutigen 3. April 2003 in Berlin das "Bündnis für elektronische Signaturen" gegründet, mit dem man elektronischen Signaturen in Deutschland endlich zum Durchbruch verhelfen will. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Gründung des Signaturbündnisses auf der CeBIT 2003 angekündigt. Der Präsident der Gesellschaft für Informatik bezweifelt jedoch, dass das Bündnis zu einer Vereinheitlichung der elektronischen Signatur beiträgt.

Artikel veröffentlicht am ,

Gründungspartner von öffentlicher Seite sind das Bundesinnenministerium, das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesfinanzministerium, das Informatikzentrum des Landes Niedersachsen, die im Rahmen des Städtewettbewerbs MEDIA@Komm ausgewählten Gemeinden Bremen, Esslingen und Nürnberg sowie die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Auf Seiten der Wirtschaft beteiligen sich Siemens, die HypoVereinsbank, der Deutsche Sparkassenverlag, das Informationszentrum der Sparkassenorganisation (SIZ), der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sowie die Deutsche Bank.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Regen
  2. diconium digital solutions GmbH, Stuttgart

"Wir haben ein solches Bündnis angeregt, um den breiten Einsatz elektronischer Unterschriften im Markt durch Wirtschaft und Verwaltung zu fördern. Dies erhöht das Vertrauen und die Sicherheit im elektronischen Rechts- und Geschäftsverkehr und hilft uns, unsere Spitzenposition in diesen Bereichen auszubauen", so der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Alfred Tacke, bei der Eröffnung der Bündnisveranstaltung.

Alle Beteiligten hoffen, dass das Projekt dem Markt für elektronische Signaturen einen "kräftigen Schub" gibt, heißt es in einer Pressemittelung. Elektronische Signaturen sollen gleichermaßen für E-Commerce und E-Government-Anwendungen eingesetzt werden können.

"Deutschland war eines der ersten Länder der Welt, das die elektronische Unterschrift der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt hat. Damit waren wir Vorreiter im Recht, aber leider nicht in der Praxis. Noch sind Online-Geschäfte und Online-Behördengänge mit elektronischer Signatur die Ausnahme, nicht die Regel", betonte Dr. Göttrik Wewer, Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Mit dem Signaturbündnis solle sich dies ändern - Staat und Wirtschaft würden vom Einsatz elektronischer Signaturen in gleicher Weise profitieren.

Durch elektronische Unterschriften werden interne und externe Verwaltungsabläufe effizienter, schneller und sicherer, heißt es. "So können wir erhebliche Kosteneinsparungen erzielen. Dies gilt für privatwirtschaftliche Anbieter genauso wie für Anbieter von E-Government-Dienstleistungen", so Wewer weiter. Aus Sicht der Bundesanstalt für Angestellte führt die Abwicklung der Verwaltungsvorgänge über das Internet unter Einsatz von Signaturkarten bereits heute zu einer spürbaren Senkung bei den Verwaltungskosten.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Bündnisses ist die gemeinsame Nutzung vorhandener Infrastrukturen. Für den Anwender bedeutet dies: Die Vielzahl von Signaturanwendungen wird übersichtlicher und die Nutzung verschiedener Anwendungen mit einer Karte möglich. Im Detail einigten sich die Bündnispartner insbesondere über technische Standards für die eingesetzten Anwendungen und Produkte, den Einsatz multifunktionaler Chipkarten, einheitliche Sicherheitsvorgaben und die Verwendung "fortgeschrittener und qualifizierter" elektronischer Signaturen.

Bis Ende 2005 wollen die Bündnispartner ihre Konvergenzziele erreicht haben. Das Bündnis stehe dabei grundsätzlich weiteren Anbietern von Signaturanwendungen offen. Der Kreis der Partner soll stetig wachsen, um das gemeinsame Ziel der stärkeren Verbreitung von Signatur-Chipkarten möglichst bald zu erreichen. Eine Geschäftsstelle des Signaturbündnisses wurde in der Projektgruppe BundOnline 2005 im Bundesinnenministerium eingerichtet.

Nach Ansicht von Heinrich C. Mayr, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), zeigt das Bündnis bezüglich der Verbreitung der elektronischen Signatur deutliche Schwächen. "Sicherheit und Einheitlichkeit sind die wesentlichen Voraussetzungen für eine breite Akzeptanz und Nutzung der elektronischen Signatur. Nur dann erreicht sie die wirtschaftliche Rentabilität", führt Mayr aus. Erst wenn es analog zur handschriftlichen Unterschrift ein einheitliches Signaturverfahren für alle relevanten Geschäftsprozesse gebe, könne sich die elektronische Signatur in der Bevölkerung durchsetzen. Das Signaturbündnis trage aber nichts zu einer Vereinheitlichung der elektronischen Signatur bei. "Auch die Bundesregierung fördert und nutzt bisher unterschiedliche Signaturen für verschiedene Geschäftsprozesse und unterläuft damit die Vereinheitlichung", führt Mayr aus.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 139,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis 172,73€)
  2. 69,90€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)
  3. (u. a. Gear S3 Frontier für 209€ und Galaxy S8+ für 469€ - Bestpreise!)
  4. (u. a. SanDisk Ultra microSDXC 64 GB für 19€)

Klaus Paul 17. Jan 2004

Ich möchte mich auf dem Gebiet der eSignatur in Bezug auf Europa informieren und bin an...

italo 22. Sep 2003

Ich bin ein Jurastudent in Mailand, der seine Doktorarbeit "uber die EU-direktive der...


Folgen Sie uns
       


Death's Gambit und Dead Cells - Golem.de Live

Zwei Spiele, die extrem ähnlich aussehen, sich aber grundlegend anders spielen. Wir schauen das 2D-Dark-Souls Death's Gambit sowie das Metroidvania auf Speed Dead Cells bei #GolemLive an.

Death's Gambit und Dead Cells - Golem.de Live Video aufrufen
Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  2. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden
  3. Quartalsbericht Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

IMHO: Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime
IMHO
Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime

Es könnte alles so schön sein abseits vom klassischen Fernsehen. Netflix und Amazon Prime bieten modernes Encoding, 4K-Auflösung, HDR-Farben und -Lichter, flüssige Kamerafahrten wie im Kino - leider nur in der Theorie, denn sie bringen es nicht zum Kunden.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. IMHO Ein Lob für Twitter und Github
  2. Linux Mit Ignoranz gegen die GPL
  3. Sicherheit Tag der unsinnigen Passwort-Ratschläge

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Sono Motors Elektroauto Sion für 16.000 Euro schon 7.000 Mal reserviert
  2. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  3. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam

    •  /