Mac-Fans entwickeln billigen Barebone-Mac

Der aus dem US-Staat Minnesota stammende Apple-Fan John Fraser, im Dealmac-Forum unter dem Pseudonym Insider(öffnet im neuen Fenster) aktiv, will die Ideen derzeit in die Tat umsetzen und entsprechende Mac-Rechner verkaufen. Da Apple schon seit 1997 keine Lizenzen für Mac-Clones mehr bietet, will Fraser Original-Apple-Boards inkl. Apple-BIOS von Händlern beziehen. Um sich Markenrechtsärger mit Apple zu ersparen, hat Fraser auch vom Namen iBox Abschied genommen. Ob dies ausreicht, um Klagen von Apple oder Apple-Partnern zur vermeiden, wird sich zeigen müssen. Fraser selbst meint, dass er das Gespräch mit Apple sucht, er sei zuerst Fan und dann Geschäftsmann.
Für die Fertigung des Gehäuses, die laut Fraser das problematischste an der Produktion ist, habe er zwar bereits eine Formbau-Firma gefunden, doch gestalte sich die Verhandlung als langwierig. Händler von Apple-Mainboards, die eigentlich für die Reparatur von defekten Macs gedacht sind, will Fraser bereits für das Projekt gewonnen haben.
Fraser hofft, die Barebone-Systeme, die außer dem Gehäuse, Mainboard und Netzteil nichts enthalten, für zwischen 250,- und 350,- US-Dollar auf seiner noch im Entstehen befindlichen Website 2khappyware.com(öffnet im neuen Fenster) sowie über Partner zu verkaufen. Prozessor-Steckkarte, Speicher, Grafikkarte, Laufwerke und weitere Mac-konforme Komponenten müssen zusätzlich erworben werden. Bei entsprechend sparsamer Komponentenauswahl werden so auch Mac-Systeme für unter 1.000,- US-Dollar, aber auch für über 2.000,- US-Dollar möglich.
Ob und ab wann Fraser das Barebone-System verkaufen wird, dürfte letztendlich davon abhängen, wie seine Gespräche mit Apple ausgehen und ob ihm evtl. ein Rechtsberater von dem ehrgeizigen Unterfangen abrät. Zumindest technisch soll der Produktionstart schon in greifbare Nähe gerückt sein.



