ARD startet Initiative zur Förderung von MHP-Anwendungen
Bis zur Internationalen Funkausstellung (IFA) Ende August 2003 in Berlin will die ARD zum Beispiel ein MHP-Angebot für "Das Quiz mit Jörg Pilawa" fertig stellen.
Die ARD hatte bereits im September 2001 zusammen mit anderen Programmanbietern in der so genannten "Mainzer Erklärung" die Unterstützung von MHP (Multimedia Home Platform) zugesagt. Seither arbeitet die ARD an der Entwicklung von programmbegleitenden Angeboten auf der Basis dieser Plattform. Im Dezember vergangenen Jahres waren bereits eine Reihe interaktiver Dienste in Brüssel gezeigt worden, um die EU-Kommission von der Notwendigkeit eines europaweit gültigen Standards zu überzeugen.
Die ARD geht nach eigenen Angaben davon aus, dass sich MHP als Plattform für zukünftige interaktive Dienste beim digitalen Fernsehen durchsetzen wird und unterstützt diesen Prozess im Rahmen ihrer technischen und finanziellen Möglichkeiten.
Die ARD schlägt zudem ein Spitzengespräch mit den Herstellern von Endgeräten vor, um die Zusammenarbeit beim digitalen Standard MHP (Multimedia Home Platform) zu verbessern. Prof. Jobst Plog, ARD-Vorsitzender: "Im Interesse der Zuschauer wollen wir auf eine Vereinheitlichung der Geräte hinwirken: Alle Applikationen der verschiedenen Rundfunkanbieter müssen nach Möglichkeit auf allen Set-Top-Boxen laufen."
Digitalreceiver benötigen eine Schnittstelle, auf der Anwendungen aufsetzen können. Dazu zählen beispielsweise Homebanking/Homeshopping, EPGs (Electronic Programm Guide – elektronische Programmzeitschriften), interaktive Filmbestellungen, Spiele oder Informations-Services wie personalisierte Newsticker. Bisher benutzte fast jeder Hersteller oder Pay-TV-Betreiber ein anderes Betriebssystem. Multimediale Applikationen liefen so nur auf bestimmten Set-Top-Boxen und mussten jeweils auf deren spezifische Software-Anforderungen zugeschnitten werden. Mit MHP wurde eine technisch offene Basis geschaffen, die von breiten Teilen der Geräteindustrie unterstützt wird.



