Linux läuft auch ohne Modchip auf der Xbox (Update)
Offensichtlich ist es möglich, einen Speicherstand des Spiels so zu modifizieren, dass mit Hilfe eines Buffer Overflow Linux-Code in die Konsole geschleust werden kann. Hierzu benötigt man allerdings – neben dem Original-Spiel – eine Memory-Card sowie die Möglichkeit, diese vom PC aus mit Daten zu füttern, etwa mit Hilfe des Action Replay für die Xbox.
Nach Angaben der Websites xbox-scene.com und xboxhacker.net ist es dem Hacker noch nicht gelungen, unsignierten Code zum Laufen zu bringen. Er soll allerdings die Hash- und Signatur-Bereiche der entsprechenden Linux-Startdatei so verändert haben, dass er selbst signierten Code mittels eines veränderten Public Keys ausführen könne. Das eigentliche Signatur-System, welches dafür sorgt, dass nur von Microsoft abgesegneter Code ausgeführt wird, soll der Hacker damit umgangen, aber nicht geknackt haben. Genauere technische Details liegen Golem.de zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht vor.
Nachtrag vom 1. April 2003:
Das Team des Xbox-Linux-Projekts hat mittlerweile bestätigt, dass man mit dem Sicherheitsleck Linux auf einer Konsole ohne Modchip zum Laufen bringen kann und will die Lücke für die eigene Linux-Distribution nutzen. Gleichzeitig sprach man allerdings die Hoffnung aus, dass man noch trickreichere Wege findet, um den Kopierschutz per Software-Bugs zu überlisten, um eine Installation von der Festplatte oder einem USB-Speicher-Modul möglich zu machen.