Caltech-Forscher übertragen DVD-Datenmenge in 5 Sekunden
Das neue Protokoll namens FAST steht für Fast Active queue management Scalable Transmission Control Protocol (TCP). Die Forscher erreichten mittels zehn simulanter Kanäle eine Übertragungsgeschwindigkeit von 8.609 Megabits pro Sekunde. Dies sei der größte aggregierte Durchsatz in einer solchen Konfiguration gewesen, teilte Caltech mit.
Wesentlich wichtiger ist allerdings, dass das Verfahren mit normaler Paketgröße arbeitete, obwohl man auf den Datenleitungen Hintergrundtraffic simulierte, was beweisen soll, dass man das neue Protokoll auch unter realen Bedingungen in herkömmlichen Netzen einsetzen kann.
Das Experiment wurde schon im November 2002 während der Supercomputing Conference in Baltimore von einem Team von Caltech-Forschern und dem Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) durchgeführt und vom European Organization for Nuclear Research (CERN) und den Firmen DataTAG, StarLight, TeraGrid, Cisco und Level(3) unterstützt.
Das FAST-Protokoll wurde vom Networking Lab in Caltech unter Leitung von Professor Steven Low entwickelt. Es basiert auf theoretischen Arbeiten in Zusammenarbeit mit John Doyle, der ebenfalls Professor bei Caltech ist und Professor Fernando Paganini von der Universität von Kalifornien (UCLA).
Gegenwärtig kann man auf 10-Gbps-Leitungen normale TCP-Durchsatzraten von 266 MBit pro Sekunde über eine Stunde lang erreichen, zumindest im Experiment. Die Verbindungsentfernung bei diesem Experiment lag bei 10.037 Kilometern zwischen Sunnyvale und Genf. Gemessen an der Leitungsgeschwindigigket, die theoretisch zur Verfügung stand, wurden dabei effektiv aber nur 27 Prozent genutzt.
Mit FAST TCP konnte man einen durchschnittlichen Durchsatz von 925 MBit pro Sekunde und eine Leitungseffizienz von 95 Prozent auf der gleichen Leitung erreichen. Mittels zehn gleichzeitigen TCP/IP-Verbindungen unter FAST konnte man 8.609 MBit pro Sekunde bei 88 Prozent Leitungsausnutzung erreichen. Dies sind rund 153.000-mal mehr Daten pro Sekunde als bei heutigen 56K-Modems erreicht werden und immer noch 6.000-mal mehr als bei Consumer-ADSL-(Asymmetric-Digital-Subscriber-Line-)Verbindungen.
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