Spiel für Xbox erhältlich. Nachdem Golf-Spiele auf PC und Konsolen jahrelang ein eher stiefmütterlich behandeltes Thema waren, scheint der Markt derzeit wieder zu boomen. Auffällig daran ist, wie viele ungewöhnliche Titel zuletzt in diesem Segment erschienen – neben Ace Golf (Gamecube) oder Disney Golf (PlayStation 2) liegt mit Outlaw Golf für die Xbox jetzt ein weiterer Titel vor, der ernsthafte Simulationselemente mit eher spaßorientierter Präsentation verknüpft.
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Während man anderswo aus einer Reihe bekannter Profi-Spieler für das eigene Alter Ego wählen kann, sind die Charaktere in Outlaw Golf eher seltsame Zeitgenossen. Unter anderem darf man hier mit einem Latin-Lover, einem Rapper, einer Prostituierten oder einer Motorrad-Braut das saubere Grün betreten. Auch die Zwischensequenzen sind nicht ansatzweise so, wie man es vom realen Golfplatz kennt: Fehlgeschlagene Bälle verletzen hin und wieder arglose Zuschauer, und der eigene Caddy reagiert auf ein schlechtes Spiel durchaus mal mit roher Gewalt. Zudem muss man beständig Reporter-Kommentare über sich ergehen lassen, die häufig allerdings nur mittelmäßig witzig sind.
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Steht man allerdings am Abschlagpunkt, ist schon einiges an Können nötig, um den kleinen Ball in die richtige Richtung zu befördern – das Gameplay von Outlaw Golf ist eindeutig simulations- und nicht Arcade-lastig, auch wenn man auf Grund der Präsentation zunächst anderes erwarten würde. Wie bei Profi-Golfspielen auch muss hier auf kleinste Bodenunebenheiten und Windeinflüsse Rücksicht genommen werden. Der Abschlag erfolgt mit dem rechten Analog-Stick, indem man diesen so lange zurückzieht, bis die gewünschte Schlagstärke erreicht ist und dann möglichst schnurgerade nach vorne drückt.
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Vor dem Abschlag kann man sich die voraussichtliche Flugbahn des Balles anzeigen lassen, die Witterung macht einem hier allerdings des Öfteren einen Strich durch die Rechnung. Per frei drehbarer Kamera kann man sich sowohl den Abschlagpunkt als auch das Ziel aus allen Perspektiven genau ansehen. Ein ausführliches Tutorial mit mehreren Kapiteln hilft dabei, sich von Anfang an zurechtzufinden.
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Neben dem Einzelspielmodus, in dem man bis zu vier Spielern in diversen Spielvarianten gegeneinander antreten kann, steht der Karriere-Modus im Mittelpunkt des Spiels. Hier hangelt man sich von Turnier zu Turnier und schaltet durch Erfolge neue Kurse und Spieler frei. Die Kurse sind dabei abwechslungsreich designt und bieten auf Grund der unterschiedlichen Umgebungen, in denen man spielt, einiges an Abwechslung.
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Auch grafisch hat Outlaw Golf einiges zu bieten: Die Kurse sehen nicht nur gut aus, sondern bieten auch zahlreiche Details wie vorbeifliegende Hubschrauber. Auch das Gras wirkt recht realistisch, wenn es von einer Windböe geneigt wird. Einzig die Zuschauer sind ein bisschen platt ausgefallen, und der eher eintönige Soundtrack nervt auf Dauer doch ein wenig.
Fazit: Outlaw Golf wagt einen gefährlichen Spagat: Die ungewöhnliche Präsentation dürfte eher Trendsportspieler interessieren, das Gameplay hingegen richtet sich eindeutig an Simulations-Fans. Wer aber genau zwischen diesen beiden Gruppen sitzt und ein anspruchsvolles Golfspiel in witziger Aufmachung sucht, wird an Outlaw Golf Gefallen finden.