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IBM entwickelt lippenlesendes Headset

Verbesserte Spracherkennung durch Infrarot-Kamera neben dem Mikro. IBMs Chefentwickler Lee Green und sein Team arbeiten momentan an einer neuen Art von Headset, welches die Spracherkennung deutlich verbessern soll. Gegenüber Golem.de erklärte Green auf der CeBIT 2003, dass man dies durch eine Kamera ermöglichen wolle, die zur Beobachtung des Mundes neben dem Mikrofon plaziert wird.
/ Christian Klaß
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Die Infrarot-Kamera helfe der Spracherkennungs-Software, durch die Beobachtung von Lippen, Zähnen und evtl. auch der Zunge, die Erkennungsrate zu erhöhen. Insbesondere in Anwendungsbereichen, in denen viele und laute Umgebungsgeräusche oder andere sprechende Personen stören, könnte IBMs noch in Entwicklung befindliches Headset helfen, so Green. Der "Head Mounted Lip Reader" führe zu einer signifikanten Verbesserung der Spracherkennung und basiere zudem auf existierender Technik, dennoch gebe es Vergleichbares noch nicht von anderen Herstellern.

IBMs "Head Mounted Lip Reader" befindet sich derzeit im Protoypen-Stadium und soll in drei bis vier Monaten gemeinsam mit Partnern bzw. potenziellen Lizenznehmern aus der Industrie getestet und verbessert bzw. auf verschiedene Anwendungsgebiete angepasst werden. Green zufolge wird es allerdings noch ein paar Jahre dauern, bis das Headset in kommerzieller Form verfügbar ist. "Vielleicht kommt es aber auch etwas früher" , so Lee Green abschließend.


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