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Ist die Handelskette Comtech am Ende?

Lager in den Läden offenbar schon teilweise geleert. Nach einem Artikel des Branchenblattes Computerpartner ist die PC-Handelskette Comtech am Ende. Das Blatt berichtet von Nacht- und Nebelaktionen, in denen die noch vorhandenen Warenbestände aus den Filialen geräumt wurden und auch Golem.de liegen E-Mails vor, die von monatelangen Lohnausfällen für die Mitarbeiter und abstrusen Aktionen berichten.
/ Andreas Donath
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Computerpartner führt das Beispiel einer Tübinger Filiale an, in der nach Angaben des Filialleiters ohne sein Wissen die gesamte Einrichtung inklusive des Safeinhaltes und sogar der Telefone über Nacht entfernt wurden. Allerdings war es nicht der augenscheinliche Einbruch, sondern nach Angaben des dortigen Filialleiters Comtech selbst. Comtech soll allerdings den Vorgang bestreiten, bei dem sogar Kundengeräte und private Gegenstände der Mitarbeiter verschwunden sind.

Auch Meldungen aus anderen Filialen wie beispielsweise aus Karlsruhe zeigen ein ähnliches Bild. Computerpartner zitiert die üblichen anonymen "Branchenkenner", nach denen Comtech eventuell sogar vor dem Konkurs stehe. Bei Golem.de ebenfalls eingetroffene anonyme E-Mails angeblicher Comtech-Mitarbeiter sprechen gar von Konkursverschleppung und ausstehenden Lohnzahlungen, nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, Lieferstopps seitens der Lieferanten und ähnlichen Schwierigkeiten.

Comtech wurde in Form der Hauptgesellschaften der Comtech-Unternehmensgruppe, der Comtech Computersysteme GmbH und der Comtech 2001 Computersysteme GmbH im August 2002 von der Trend-e-pak-Gruppe von der MobilCom AG übernommen. Der neue Eigentümer, ein mittelständisches IT-Systemhaus aus Wolfsburg, versprach, alle Mitarbeiter dieser Gesellschaften zu übernehmen und übernahm das aus 62 Ladengeschäften bestehende deutschlandweite Filialnetz.


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