Phonowirtschaft: Illegale Kopien lassen CD-Absatz sinken
"Wenn man ab morgen Brötchen kopieren könnte, hätte dann irgendjemand Zweifel daran, dass das für die Bäckerbranche ein ökonomisches Problem wäre? Nie ist soviel Musik gehört worden wie heute - nur bezahlt wird dafür seltener. Musikkopien sind paradoxerweise Beleg für die Attraktivität von Musik, und ein Zusammenhang zu Umsatzentwicklungen liegt auf der Hand", so Gerd Gebhardt.
Die Einführung von Kopierschutzsystemen auf CDs habe sich im Jahr 2002 etabliert. Auf 40-50 Millionen Exemplare schätzt der Bundesverband Phono die Summe der mit Kopierschutzsystemen ausgestatteten verkauften CDs. Herbert Grönemeyers kopiergeschütztes Album "Mensch" war in Deutschland das mit Abstand erfolgreichste Album 2002. "Die Technologie ist von Musikfans längst akzeptiert, ebenso wie bei DVDs und Software", so Gebhardt.
Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen erhofft sich die Phonoindustrie zudem durch eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes für CDs. Im Gegensatz zu allen anderen Kulturgütern zahle man in Deutschland auf CDs den normalen Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent statt des ermäßigten von 7 Prozent.
Wegen anhaltender Benachteiligung von Newcomern und deutschsprachigen Künstlern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat die deutsche Musikwirtschaft die Forderung nach einer Radioquote für mehr musikalische Vielfalt erhoben. 50 Prozent aller gesendeten Titel sollen künftig Newcomer sein, davon 50 Prozent deutschsprachig. Eine vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft bei media control in Auftrag gegebene Studie ergab, dass der Anteil neuer Künstler im öffentlich-rechtlichen Radio nur bei 14,3 Prozent liegt, der Anteil deutschsprachiger Künstler sogar nur bei 1,2 Prozent. "Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn die Sender haben einen Kulturauftrag, den sie zurzeit sträflich vernachlässigen", erklärt Gerd Gebhardt.
Weitere Impulse erhofft sich die Branche von legalen Musikangeboten im Internet, die ein wichtiger Teil des Musikmarktes der Zukunft werden sollen. Weitere Vermarktungsmöglichkeiten von Musik, z.B. als Klingeltöne, sollen systematisch ausgelotet und in den Markt eingeführt werden. Darüber hinaus setzt die Phonoindustrie auf Musik-DVDs.
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Ja, ist bekannt, und wie ich die dusselige Phonowirtschaft bisher kennengelernt habe...
Was wäre wenn eine Maxi genau 5? Kosten würde? Ich glaube die Leute würden sogar mehr...
Nee, lieber ein Spendenkonto für die arme PI einrichten und eine Sondersendung...
Na, man hat auch damals einige Songs mitbezahlt, die man nicht mochte. Aber dass das...