Erster MP3-Player soll ab Mai 2003 Ogg Vorbis unterstützen

Digital Innovations unterzeichnete Vertrag mit Xiph.org

Das Open-Source-Audiokompressions-Format Ogg Vorbis der Xiph.org Foundation soll bald seinen ersten offiziellen Auftritt in einem MP3-Player haben. Der MP3-Player "Neuros Digital Audio Computer" von Digital Innovations ist in den USA seit kurzem erhältlich und soll ab Ende Mai 2003 per Firmware-Update Ogg-Vorbis-fähig werden.

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Neuros HD
Neuros HD
Die Firmware für den Neuros-Player, den es in einer Version mit 128 MByte Flash-Speicher und einer Version mit 20-GByte-Festplatte ("Neuros HD") gibt, wird von Xiph.org für Digital Innovations entwickelt und unter dem Namen "NeuRosetta" geführt. Die Entwicklung wird von Christopher "Monty" Montgomery geleitet, dem Vater der Ogg-Vorbis-Idee. NeuRosetta soll seine eigene Website erhalten und darüber große Teile des Quellcodes veröffentlichen. Auch Digital Innovations will per Pressemitteilung das Firmware-Update bekannt geben.

Laut Xiph.org-CEO Emmett Plant arbeitet man auch schon an einer passenden Linux-Software namens Positron, die dem Austausch von Audio-Dateien zwischen Linux-Rechnern und Neuros-Playern dient. Positron wird von Stan Seibert entwickelt, der bereits ogg123 und libao schuf, und soll trotz Kommandozeilen-Bedienung sehr einfach zu benutzen sein.

Der "Neuros 128 MB" (249,- US-Dollar) mit 128 MByte Flash-Memory und der etwas größere "Neuros HD 20GB" (399,- US-Dollar) sind über den Onlineshop www.neurosaudio.com von Digital Innovations erhältlich. Interessant ist, dass es sich bei beiden Geräten um das gleiche Grundgerät handelt, so dass das Flash-Memory-Modell nachträglich per Festplattenmodul zum Neuros HD aufgerüstet werden kann.

Der Neuros wartet mit großem hintergrundbeleuchtetem LCD (128 x 128 Pixel), FM-Radio-Empfänger und -Sender - zwecks drahtloser Versorgung der Stereoanlage oder des Autoradios - sowie Aufnahmefähigkeit und USB-Schnittstelle auf. Eine für MP3-Player neuartige Funktion ist die Erkennung von Musikstücken, die im integrierten FM-Radio laufen. Per Knopfdruck ermittelt das Gerät aus einer 30-sekündigen Aufnahme die digitale Signatur eines im integriertem FM-Radios abgespielten Musikstücks - bei der nächsten Synchronisation mit dem Rechner soll dann das Musikstück per Internet identifiziert werden können.

Nachtrag vom 26. Mai 2003:
Der Linux-Synchronisierungs-Manager für den Neuros-Player ist seit 23. Mai in einer Beta-Version verfügbar und kann von der offiziellen Website heruntergeladen werden. Der Neuros ist weiterhin nur online über Digital Innovations bestellbar, erst ab September 2003 soll das Gerät auch über den Handel vertrieben werden. Ob dies nur die USA oder auch andere Regionen betrifft, gab der Hersteller noch nicht an.

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Abigail 06. Mär 2008

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