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Spieletest: Mortal Kombat Deadly Alliance- Blutiges Geprügel

Fortsetzung der populären Beat'em-Up-Reihe auf PS2, GC und Xbox. Keine andere Prügelspiel-Reihe war wohl so oft in den Schlagzeilen wie Mortal Kombat - allerdings weniger auf Grund der spielerischen Qualitäten, sondern mehr wegen des doch sehr "blutigen" Gameplays. Mit Mortal Kombat Deadly Alliance findet Entwickler Midway nun allerdings einen guten Mittelweg aus Gewalt und Spieltiefe.
/ Thorsten Wiesner
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Da fast alle Mortal-Kombat-Veröffentlichungen der letzten Jahre in Deutschland indiziert wurden, hätte man eigentlich davon ausgehen können, dass hier zu Lande eine geschnittene Version auf den Markt kommt. Dem ist aber nicht so - in der deutschen Fassung von Deadly Alliance bekommt man ebenso viel Blut zu sehen wie in der amerikanischen Edition. Und das ist eine ganze Menge: Der Lebenssaft spritzt während der Kämpfe in Massen, bildet Lachen auf dem Boden und sorgt sogar für rote Fußabdrücke, ein etwas makabrer Beigeschmack bleibt also beim Spiel nicht aus.

Auch auf ein anderes berühmt-berüchtigtes Feature der Reihe - die so genannten Fatalities - muss man nicht verzichten: Hat man den Gegner besiegt, ertönt der bekannte Ausspruch "Finish Him!" und man darf zu einem - von Charakter zu Charakter unterschiedlichen, aber immer recht brutalem - finalen Tritt, Schlag, Stoß oder was auch immer ausholen. Auch sonst sind die 23 Recken, von denen zu Beginn nur zwölf anwählbar sind, äußerst verschieden: Vom übergewichtigen Alkoholiker über alles zu Eis gefrierenden Heroen bis hin zu Vampir-Frauen ist einiges vertreten.

Dabei sind einige Kämpfer erfahrenen Mortal-Kombat-Spielern bereits bekannt, einige andere tauchen allerdings erstmals hier auf. Empfehlenswert ist in jedem Fall zunächst, den Trainingsmodus anzuwählen - jeder Charakter verfügt nicht nur über drei verschiedene Kampfstile, eine eigene Waffe und besondere Special Moves, sondern ist auch unterschiedlich schwer zu bedienen, manche Helden eignen sich nur für fortgeschrittene Spieler.

Auch die Steuerung wurde überarbeitet, zwar sind die vier Aktions-Tasten prinzipiell mit den üblichen Schlägen und Tritten belegt, aber auch hier gibt es von Charakter zu Charakter Unterschiede, zudem benötigt man noch weitere Buttons für den Kampfstilwechsel, den Block und die Special Moves. Will man die Kämpfe gewinnen, ist intelligentes Vorgehen angebracht - komplexe Combos sollte man möglichst schnell erlernen, und auch das Wechseln der Kampfstile (etwa von Taekwondo zu Tai-Chi) während eines Angriffs gehört zum benötigten Handwerkszeug.

Optisch gehört Deadly Alliance sicherlich zu den hübscheren Prügelspielen, auch die Soundkulisse überzeugt. Midway spendierte dem Titel als Extra zudem noch das Making Of des Spiels als Bonus, auf die - im amerikanischen Original enthaltene - "History of Mortal Kombat" muss man allerdings auf Grund der hier zu Lande erfolgten Indizierungen der Vorgänger verzichten.

Ein Wort noch zu den unterschiedlichen Konsolen-Versionen: Zum Test lag uns die Fassung für die Xbox vor, kurze Probespiele auf Gamecube und PS2 ergaben jedoch, dass sich die Versionen spielerisch und optisch kaum unterscheiden - auch wenn die Xbox minimal hübschere Texturen besitzt, sind alle Versionen gleich gut gelungen.

Fazit:
Natürlich setzt auch Mortal Kombat Deadly Alliance vor allem auf die Splatter-Effekte - viel Blut und recht gewalttätige Aktionen prägen das Spiel. Davon abgesehen fesselt der Titel aber auch durch abwechslungsreiche und skurrile Charaktere, schöne, fantasievolle Locations und anspruchsvolles Gameplay - Titel wie Tekken und Dead Or Alive müssen sich also nun mit einem neuen und auch spielerisch ernst zu nehmenden Gegner messen.


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