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Universitäten gehen gegen File-Sharing vor

Software von Audible Magic ermöglicht Kontrolle von Dateien. Die Netzwerke von Universitäten sind seit Jahren einer der Hauptgründe für florierende Tauschbörsen – kostenlose Breitbandzugänge machen den Down- und Upload von Musik- und Filmdateien problemlos möglich. In den USA formiert sich nun Widerstand – mit einer Kontroll-Software will man möglichen Urheberrechtsverletzungen vorbeugen.
/ Thorsten Wiesner
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Das amerikanische Unternehmen Audible Magic arbeitet seit einiger Zeit an einer Software, die die über Universiäts-Netzwerke gehandelten Dateien untersuchen soll. Dabei kooperiert man bereits mit der University Of Wyoming; weitere Bildungseinrichtungen sollen folgen.

Zum Einsatz kommt dabei eine Software auf Router-Ebene, mit der sich der gesamte Datenverkehr über das Netzwerk überwachen lässt. Das System von Audible Magic sucht dabei nach Bits, die per ftp- oder Gnutella-Protokoll transportiert werden und stellt mit Hilfe einer Fingerprint-Technologie diese Dateien wieder her – so sollen sich etwa kopiergeschützte Musikstücke zweifelsfrei erkennen lassen. Während das System laut Audible Magic bisher reine Überwachungsfunktionen übernimmt, soll es zukünftig auch den Tausch geschützer Dateien blockieren können.

Für Kontroversen wird die Software dabei mit Sicherheit sorgen – schließlich wird nicht jeder Student darüber glücklich sein, dass so nicht nur seine Tauschbörsen-Aktivitäten, sondern prinzipiell auch sein privater E-Mail-Verkehr überwacht werden kann.


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