Deutsche Wissenschaftler wollen OLED-Fertigung vereinfachen

OLEDs lassen sich prinzipiell durch Vakuumsublimation oder durch nasschemische Beschichtung herstellen. Letzteres hat viele produktionstechnische Vorteile, allerdings ließen sich farbige Displays nur unter großen Schwierigkeiten herstellen. Die von Meerholz und seinen Kooperationspartnern entwickelte Substanzklasse besteht aus Bausteinen, die so genannte Oxetan-Seitengruppen haben. Die Forscher von Covion integrierten diese Einheiten in lösliche, lichtemittierende Polymere, die hierdurch photovernetzbar wurden. Die entstandene neue chemische Substanzklasse soll nun eine Antwort auf die oben erwähnten Probleme sein. Die Materialien werden als Lösung aufgetragen und sollen durch gezielte UV-Belichtung ausgehärtet werden können, wobei die Oxetangruppen miteinander reagieren. Damit entstehen an belichteten Stellen unlösliche Netzwerke. Das erlaubt sogar das Auflegen mehrerer - theoretisch beliebig vieler - Leit- bzw. Leuchtschichten, ohne die elektrischen und optischen Eigenschaften zu beeinträchtigen.

Die Farben Rot, Grün und Blau sollen dabei brillant sowie gestochen scharf erscheinen und die Auflösung ist für Anwendungen als pixelierte Farbbildschirme mehr als ausreichend. Welche Auflösung und Bilddiagonale erzielt werden kann, nennen die Wissenschaftler zwar nicht, doch die Anwendungsmöglichkeiten sollen mit Handys und PDAs noch nicht erschöpft sein. "Diese kleinen Bildschirme sind nur ein erster Schritt", meint Meerholz. "Größere Displays, etwa für Laptops, könnten damit prinzipiell genauso hergestellt werden. Das erfordert allerdings einen gewissen Mehraufwand und längere Entwicklungszeiten. Aber ganz klar: Unsere Technik ist allgemein anwendbar und nicht auf kleine Displays beschränkt."

Vorgestellt wird das Verfahren in der am heutigen 20. Februar 2003 erschienenen Fachzeitschrift Nature.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Deutsche Wissenschaftler wollen OLED-Fertigung vereinfachen
  1.  
  2. 1
  3. 2


freakyallien 21. Feb 2003

hey das kannste aber laut sagen. Vielleicht hast du ja den anstoss dazu gegeben. Nur...

bazik 20. Feb 2003

Man kann also auf Laptops mit 40" Falt-(/Roll-)Display hoffen? ;)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /