Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: Sim City 4 - Schönes und eintöniges Häusle-Bauen

Fortsetzung des Spiele-Klassikers enttäuscht hinsichtlich des Gameplays. Optisch imposant war es ja, was man im Vorfeld von Sim City 4 zu sehen bekam – derart detaillierte und hübsche Grafiken hatte man schließlich nie zuvor in der Geschichte der erfolgreichen Städtebausimulation gesehen. Vom Aussehen lässt sich aber bekanntlich nur schwer auf die inneren Werte schließen, und der ausgiebige Test mit der Verkaufsversion offenbarte leider einige spielerische Mankos.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Zu Beginn ist zunächst alles beim Alten: Man wählt eine zu besiedelnde Fläche aus, teilt Industrie-, Gewerbe- und Wohnflächen ein und beginnt mit dem Städtebau – so weit, so einfach. Die simple Maussteuerung gibt keinen Grund zur Klage, nachdem erste Straßen verlegt und die Stromversorgung garantiert ist, wächst die Stadt zunächst fast von alleine.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Prinzipiell hat sich die Optionsvielfalt deutlich gesteigert. So können Steuern nun in drei Kategorien erhoben werden (Reiche, Mittelstand und Unterschicht zahlen verschiedene Sätze), zudem lassen sich bestimmte Institutionen in verschiedenen Arealen auch unterschiedlich fördern – die Polizei braucht im Armenviertel mehr Gelder, um der wachsenden Kriminalität Herr zu werden, Schulen in Villengegenden sollten ebenfalls zur Vermeidung von Protesten besser ausgestattet sein als anderswo, und für geringe Luftverschmutzung – durch Sportplätze und Parks – muss eigentlich überall gesorgt sein.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Ist die Bevölkerung mit der Stadtleitung unzufrieden, macht sie ihrem Ärger Luft – etwa in groß angelegten Demonstrationen, die den Verkehr lahmlegen. Per Mausdruck lassen sich Gitter über die Stadt legen, mit deren Hilfe (rote Verfärbungen sind ein Zeichen für Ärger) man Probleme ausfindig machen kann. Zudem greift man sich auf Wunsch einzelne Stadtbewohner raus, die einem mit Kommentaren wie "Ich bin ständig krank" Auskunft über ihr Wohlbefinden und mögliche Ansatzpunkte für den Städteplaner bieten. Dafür lassen sich übrigens auch Charaktere aus "Die Sims" importieren.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Zahlreiche Verordnungen bestimmen den normalen Tagesablauf und beeinflussen das Konto des Spielers – legalisiert man etwa das Glücksspiel, darf man sich schon bald über zusätzliche Einnahmen freuen. Und auch auf die altbekannten Katastrophen muss man nicht verzichten – ein alles mit sich reißender Tornado und ein ausbrechender Vulkan sind nicht nur verheerend fürs Stadtbild, sondern auch optisch sehr beeindruckend anzusehen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Überhaupt ist die Grafik ein Augenschmaus, beim wuseligen Treiben macht anfangs sogar nur das Zuschauen Spaß. Gezoomt und gedreht wird allerdings nur stufenweise, und das Stadtbild hat wieder ein altbekanntes Manko – gebaut wird nur in rechteckigen Arealen. Die Musik dümpelt eher unauffällig vor sich hin, viel schlimmer ist aber die mangelnde spielerische Abwechslung: Kampagnen und Missionen sucht man vergeblich, sobald man sämtliche Probleme in der eigenen Stadt im Griff hat, ist nicht viel mehr zu tun als von Zeit zu Zeit an der einen oder anderen Stelle helfend einzugreifen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass nun auch Nachbargemeinden eine Rolle spielen und man unter anderem mit fremden Städten Handel treiben oder Arbeiter austauschen kann.

Fazit:
Einerseits bietet Sim City 4 viele Details, die man bei den Vorgängern noch vermisste – so muss man beim Bau einer Universität etwa auf die Altersstruktur der Umgebung achten, genügend Friedhöfe bauen oder auf die unterschiedlichen Interessen diverser Gehaltsklassen Rücksicht nehmen. Hat man dies alles bewerkstelligt, stellt sich aber bald Langeweile ein, denn unbegrenzt und ohne Druck eine Stadt aufzubauen ist eben nur eine Zeit lang spannend. Der Vorgänger vermochte es da deutlich besser, den Spieler durch diverse Aufgaben länger an den PC zu fesseln.


Relevante Themen