Deutscher Wetterdienst stockt Supercomputer-Kapazität auf
Die Rechenleistung entspricht nach Angaben der Projektinitiatoren der Kapazität von rund 30.000 handelsüblichen Personal-Computern.
Nach Angaben der Vertragspartner DWD und IBM wird der beim Wetterdienst in Offenbach vorhandene Unix-Großrechner RS 6000/SP von IBM mit seinen bisher 1.280 Prozessoren und einer Leistung von 1.920 Gigaflops um rund 700 Prozessoren erweitert. Das Auftragsvolumen liegt bei rund sieben Millionen Euro.
Durch den Ausbau des Wetter-Rechners in Offenbach wird es laut DWD künftig noch besser gelingen, Starkniederschläge in den Einzugsgebieten der Fluss-Systeme frühzeitig und lokal vorherzusagen. Dank dieser präziseren Prognosen des Wetterdienstes sollen die Hochwasserzentralen dann in der Lage sein, ihre Abflussmodelle mit längerem zeitlichen Vorlauf zu rechnen und die Pegelstände der Flüsse exakter vorherzusagen.
Dies komme unmittelbar dem Katastrophenschutz der Bundesländer zugute. Auch die Entstehung und Verlagerung von Sturmtiefs und Gewittern wollen die Offenbacher Meteorologen mit Hilfe des Supercomputers noch genauer prognostizieren. Je früher und lokaler der DWD dadurch vor Unwettern warnen kann, desto besser könnten sich die Behörden und die Bevölkerung auf drohende Sturmfluten, Überschwemmungen oder andere durch Unwetter verursachte Gefahren einstellen, so die Überlegungen.
In der weltweiten Rangliste der Supercomputer-Rechenzentren wird das Deutsche Meteorologische Rechenzentrum (DMRZ) nach dem Ausbau des Offenbacher Großrechners etwa auf Platz 25 stehen. In Deutschland gehört das DMRZ dann, so der DWD, zu den drei leistungsfähigsten Rechenzentren.
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