Gütliche Einigung zwischen heise online und PC-Welt

Heise zieht Fälschungsvorwurf gegen PC-Welt zurück

Im Streit um manipulierte Messprotokolle, auf die sich die Zeitschrift PC-Welt bei der Beurteilung des "Volks-PC I" berufen hatte, hat sich der Heise Zeitschriften Verlag mit dem IDG Magazine Verlag in der mündlichen Verhandlung gütlich geeinigt.

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Mit der Berichterstattung auf heise online über die Messprotokolle der PC-Welt habe man keinen Fälschungsvorwurf gegenüber der Redaktion der PC-Welt beabsichtigt, so Heise. Der Hinweis auf die Manipulation an den Gutachten habe vielmehr die Ungereimtheiten hinsichtlich des Auftraggebers deutlich machen sollen.

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Hintergrund war der Streit um die Darstellung der Überschreitung der EMV-Grenzwerte durch den "Volks-PC I", den der Discounter Plus und Bild.T-Online.de im Oktober 2002 angeboten hatten. Die PC-Welt hatte behauptet, dafür drei Messungen in Auftrag gegeben zu haben, zwei davon an von ihr eingekauften PCs. Tatsächlich seien jedoch diese beiden Messungen von einem Industrieunternehmen veranlasst und bezahlt worden, das mit dem Hersteller des "Volks-PC I" im Wettbewerb steht. "Etwa einen Monat nach der ursprünglichen Veröffentlichung hatte die PC-Welt ihre Darstellung selbst dahingehend korrigiert, dass sie mit dem Messlabor vereinbart hatte, die vorliegenden Messprotokolle auf ihren Namen umzuschreiben", so Heise weiter.

Dieser Vorgang dürfe aber nicht als Fälschung bezeichnet werden, da er nicht der juristischen Definition einer Urkundenfälschung entspricht, so das Hamburger Landgericht in der mündlichen Verhandlung. Der Heise Zeitschriften Verlag nahm daraufhin seinen Einspruch gegen die diesbezügliche einstweilige Verfügung zurück, die Streitparteien einigten sich so ohne gerichtliche Entscheidung und tragen ihre Verfahrenskosten selbst.

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