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Studie: MP3s schaden CD-Verkauf kaum

1.010 deutsche Internet-Nutzer befragt. Praktisch wöchentlich werden Studien über die Auswirkungen von Tauschbörsen und MP3 auf den CD-Verkauf angefertigt, und das Endergebnis ist – häufig vielleicht auch auf Grund des Auftragebers der jeweiligen Studie – immer ein anderes. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid will nun herausgefunden haben, dass die meisten Internet-Surfer trotz kostenloser Alternativen aus dem Netz weiterhin unverändert CDs kaufen.
/ Thorsten Wiesner
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Befragt wurden hierzu, im Auftrag des netNewsLetters von AME, 1.010 in Deutschland lebende Personen. Das Ergebnis: 31 Prozent der Befragten laden sich regelmäßig MP3-Dateien von Tauschbörsen auf ihren Rechner. Die Ausgaben für CDs sind aber trotz des zunehmend beliebten MP3-Tauschs bei 81 Prozent der Nutzer gleichgeblieben.

Immerhin: Jeder Siebte kauft, seitdem er MP3-Dateien auf den Rechner kopiert, tatsächlich weniger Musik-CDs im Handel. Dafür würden 4 Prozent der deutschen Internet-Nutzer sogar noch mehr CDs als früher kaufen, da sie durch die Tauschbörsen auf neue Künstler aufmerksam gemacht werden.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass viele auch nur so genannte "Sicherheits-Downloads" durchführen: Jeder fünfte Befragte lädt sich lediglich Titel herunter, die er bereits auf Audio-CD besitzt, aber beispielsweise auf Grund von Kopierschutz-Mechanismen nicht auf seinen PC überspielen kann. 14 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer lassen sich MP3s von Freunden und Bekannten auf CD brennen, vier von zehn aller deutschen Internetnutzer speichern dafür überhaupt keine kopierte Musik auf ihren Rechnern.


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