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Planung: Handy mutiert zum Funkgerät

Ericsson, Nokia und Siemens kooperieren bei Voice-over-GPRS. Die drei Handy-Hersteller und Telekommunikations-Ausrüster Ericsson, Nokia und Siemens vereinbarten eine Kooperation, um Sprachdienste auch über die Datenleitungen von GPRS- und EDGE-Netzwerken zu transportieren. Das Verfahren funktioniert ähnlich wie man es von herkömmlichen Funkgeräten kennt.
/ Ingo Pakalski
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So wollen die drei Konzerne an einem offenen Standard arbeiten, um auch Sprache über GPRS- und EDGE-Netze zu transportieren, was als Push-to-Talk bezeichnet wird. Dabei mutiert ein Handy zu einem Funkgerät, so dass Sprache nur im Halbduplex-Verfahren übermittelt wird und immer nur eine Seite sprechen kann, während andere zuhören können.

Im Mittelpunkt dieser Technik steht der Unternehmensbereich, wo bestimmte Benutzergruppen existieren, die so etwa den Anweisungen eines Vorgesetzten lauschen können. Dabei wird keine Telefonnummer gewählt, sondern eine Sprachverbindung per Knopfdruck aufgebaut, an der die Benutzer einer geschlossenen Gruppe teilnehmen können.

Dabei werden die Gesprächsdaten als Datenpakete über GPRS- oder EDGE-Datenleitungen gesendet und an die berechtigten Nutzer übermittelt. Die Teilnehmer erhalten dafür eine IP-Adresse. Nach Angaben der drei Unternehmen sind besonders die US-Netzbetreiber AT&T sowie Cingular Wireless an einer solchen Technik interessiert.

Erste Feldversuche denken Ericsson, Nokia und Siemens für die zweite Jahreshälfte 2003 an; der kommerzielle Start könnte dann im Jahr 2004 folgen. Für den Einsatz der Dienste müssten die Netzbetreiber ihre Anlagen aufrüsten, was jedoch nach Angaben der drei Firmen ohne großen Aufwand möglich sei.


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