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David Stutz: Open Source ist große Gefahr für Microsoft

Entwickler von Visual Basic, VBA und CLR verlässt Microsoft

David Stutz, bei Microsoft als Programmierer unter anderem an der Entwicklung von Visual Basic und VBA sowie zuletzt der Common Language Runtime (CLR) beteiligt, verlässt das Unternehmen, aber nicht, ohne seinem ehemaligen Arbeitgeber in einem offenen Brief einige Ratschläge mitzugeben.

Artikel veröffentlicht am ,

Seiner Meinung nach entwickelt Microsoft zwar die weltweit beste Client-Software, doch läge darin nicht die wirklich große Chance der Zukunft. So könne Netz-Software die reine Client-Software überholen, so Stutz.

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Mit wachsender Bedeutung des netzbasierten Computings werde sich die Rolle von Software ändern. So werde das Geschäft mit PC-Client zwar weiterhin wichtig bleiben und damit PockePC oder Tablet-PC in andere Bereiche vordringen, in Zukunft aber mehr die Herstellung in den Vordergrund rücken. Ähnlich wie Automobilbauer, die im Gegensatz zu Microsoft ihre Produkte nicht in immaterieller Form als Bits auf CDs an Hardware-Partner verkaufen: "Wird Microsoft weiterhin in der Lage sein, seine Partner davon zu überzeugen, dass Software allein einen merklichen Wert hat? Oder wird der Gebrauchsartikel-Charakter von Software die Software-Industrie auf den Kopf stellen? Die Hardwareunternehmen, die die Maschinen wirklich fertigen, lecken Blut und die Open-Source-Bewegung ist das Ergebnis."

Zwar werde auch in reifenden Märkten Software-Expertise weiter wichtig und wohl in der Lage sein, der Irrelevanz zu entkommen, um aber weiterhin der Leitwolf zu sein, müsse Microsoft sich schnell verändern.

Sei Microsoft aber nicht in der Lage, sich schnell genug zu verändern, würde sich das Unternehmen schnell mit der Erosion des ökonomischen Wertes von Software, hervorgerufen durch Open Source Software, konfrontiert sehen. "Dabei geht es nicht nur um Linux. Linux ist sicherlich heute eine Gefahr für Microsofts alles andere als perfekte Server-Software und seine Desktop-Software in der nicht allzu nahen Zukunft, aber Open-Source-Software im Allgemeinen, speziell wenn sie unter Windows läuft, ist eine viel größere Gefahr." Da die Qualität dieser Software sich weiter verbessert, werde es immer weniger Gründe geben, für reine Software zu bezahlen. Es passe nicht in Microsofts Geschäftsmodell, wenn es eine breite Auswahl an individuellen Angeboten gebe.

Microsoft solle von der Open-Source-Bewegung lernen. "Open-Source-Software ist eine große und mächtige Welle wie auch das Internet und entwickelt sich rapide zu einer ernsthaften Alternative zu Windows."



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Nukelar~Hase 17. Feb 2003

Diese Überlegung kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Partner Programme mit Informatik...

Thomas 17. Feb 2003

... nimmt hoffentlich nur ein Sabbatical ;-)

ich 17. Feb 2003

Nein, ab Longhorn läuft nur Software, für die man auch Geld bezahlt hat, unabhängig, ob...

Frank 17. Feb 2003

...Amen! ob er jetzt auch nur noch Open Source entwickelt? :-)


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