eco sagt Spam den Kampf an

Neues Papier gibt Anfänger-Tipps zum Schutz vor Spam

Ein neues "Anti Spam White Paper" hat der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Electronic Commerce Forum e.V., jetzt veröffentlicht, das hauptsächlich unerfahrenen Internet-Nutzern Tipps gegen ungewollte Werbe-E-Mails geben soll. Zudem wies eco erneut auf die eigenen Aktivitäten im europaweiten Kampf gegen unerwünschte Werbemails hin.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach Schätzungen der deutschen Internet Service Provider (ISP) handelt es sich bei rund einem Drittel aller E-Mails um Werbepost, die niemand angefordert hat. Im Durchschnitt erhält jeder Besitzer eines elektronischen Postfachs 700 Junk-Mails im Jahr, schätzt der eco-Verband. Allein im letzten Jahr soll sich das Volumen in etwa verdoppelt haben. In den nächsten vier Jahren werde sich die Flut Prognosen zufolge nochmals verdoppeln.

Der ungewollte Werbe-Müll sei nicht nur ärgerlich, sondern verursache auch immense Kosten. Für dieses Jahr allein veranschlagt eco die Download-Kosten für Spam auf über 12 Milliarden Euro. Den Großteil davon tragen unfreiwillig die Empfänger und die Internet Service Provider.

Angesichts dieser Daten- und Kostenflut fordert der eco-Verband das rasche Inkrafttreten der "Richtlinie für den Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre auf dem Feld der elektronischen Kommunikation", die das Europäische Parlament am 12. Juli letzten Jahres beschlossen hat. Danach dürfen Unternehmen E-Mail-Werbung nur an Empfänger verschicken, die zuvor zugestimmt haben. Aber bereits heute sehe die Rechtsprechung in Deutschland unverlangte Zusendung von Werbung per E-Mail als rechtswidrig an.

Für alle, die sich gerichtlich wehren wollen, nennt das "Anti Spam White Paper" die einschlägigen Gerichtsurteile. In den USA, dem Herkunftsland vieler Spam-Attacken auch auf deutsche Briefkästen, beobachtet eco einen Trend in Richtung der deutschen Rechtslage, wenngleich ein einheitliches Anti-Spam-Bundesrecht noch fehle.

Eco betreibt im Rahmen seines ICTF-(Internet-Content-Task-Force-)Arbeitskreises zudem eine öffentliche Beschwerde-Hotline (auch per E-Mail: hotline@eco.de), unter der Internetnutzer illegal gewähnte E-Mails, Webseiten, Newsgroup-Einträge und Ähnliches melden können. Teilnehmende ISPs werden dann gegebenenfalls informiert und etwa Account- oder News-Löschungen vorgenommen, verspricht der eco-Verband auf seiner Website.

Der eco-Verband ist zudem Gründungsmitglied von INHOPE, einem internationalen Netzwerk von Beschwerdestellen, dessen Ziel eine Bekämpfung und Entfernung illegaler Inhalte in deren Ursprungsland ist. Eco stellt derzeit den Präsidenten von INHOPE, das von der EU im Rahmen des Safer Internet Action Plans unterstützt wird. Noch für dieses Jahr plant der eco-Verband einen Anti-Spam-Kongress in Deutschland.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Jochen 14. Feb 2003

Schaut doch z.B. mal nach bei http://www.spamdoc.de oder beim I.D.I. Verband http://www...

Ralf 14. Feb 2003

Es ist schon toll, wie manche Verbände, bei denen die Sünder meist in deren eigenen...

georg 14. Feb 2003

Jo, ich nehm einfach mal ein paar Ausgaben von beliebten Newslettern rein und dann ist...

Spamfresser 14. Feb 2003



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /