Phonoverbände gehen verstärkt gegen Tauschbörsen vor
Allein in Deutschland wurden weit mehr als tausend Institutionen über die Risiken informiert, die sich aus der Teilnahme von Mitarbeitern an illegalen Musikangeboten im Internet ergeben können. Hierzu gehören insbesondere das Umgehen von Firewalls, das Ausspionieren von Daten, das Einschleusen unerkannter Viren, der Missbrauch von Systemressourcen, aber auch die Konsequenzen möglicher Zivil- und Strafverfahren wegen Urheberrechtsverletzungen.
"Für Unternehmen und öffentliche Institutionen wird dies immer häufiger zum Problem" , so Gebhardt weiter. "Die Urheberrechtsverstöße schaden vor allem Kreativen und Verwertern. Der Missbrauch des dienstlichen Computersystems schadet darüber hinaus den Unternehmen direkt."
Zudem bieten die Phonoverbände eine Broschüre(öffnet im neuen Fenster) an, die näher darüber informiert, welche Maßnahmen Systemadministratoren ergreifen können, um sich vor diesen Risiken zu schützen. Dazu gehören z.B. die regelmäßige Überprüfung im System genutzter Programme, eine betriebliche Vereinbarung, die den Missbrauch von Unternehmenshardware ausschließt, und das Sperren einzelner Ports.
Zugleich hat IFPI offenbar viele Betreiber von Filesharing-Websites aufgefordert, bis zum Nachmittag des heutigen 13. Februar 2003 die entsprechenden Websites bzw. die sich dort befindenden, nach Auffassung der IFPI rechtsverletzenden Angebote zu sperren. Sollten die Sperrungen nicht erfolgen, würden die Mitgliedsfirmen umgehend einen Rechtsanwalt einschalten.
Filesharing-Websites listen in der Regel Links zu urheberrechtlich geschützten Dateien, seien es Musik, Videos oder Software, die dann via Filesharing-Tools heruntergeladen werden können.



