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Forscher arbeiten an Miniatur-Akkus

3D-Batterien für Mikroelektromechanische Systeme. Forscher verschiedener US-Universitäten wollen ein vollständig neues Akku-Design entwickeln, das den Bau miniaturisierter Batterien ermöglicht. Derzeit entwickeln die Forscher einen nur 5 Millimeter großen Akku für so genannte Mikroelektromechanische Systeme (MEMS), in Zukunft könnten aber Laptops und Handys von den neuen Technolgien profitieren.
/ Jens Ihlenfeld
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Ziel der Forscher ist es, wiederaufladbare Batterien zu entwickeln, die in Mikroelektromechanischen Systemen eingesetzt werden können, denn heute existiere noch kein Akku, der in Systemen eingesetzt werden kann, die kleiner sind als ein menschliches Haar breit ist.

Nach Meinung von Bruce Dunn, Professor für Materialwissenschaften an der Henry Samueli School of Engineering and Applied Science, könnte das radikal neue, auf einer dreidimensionalen Geometrie basierende Design die Grundlage für neue leichtgewichtige Akkus darstellen. Vor allem in den Bereichen Medizin, Automobilbau und Luft- und Raumfahrt sehen die Forscher Anwendungsgebiete für die neuen Technologien. Genannt werden dabei unter anderem implantierbare Geräte, die Medikamente verabreichen und transplantierte Zellen schützen, aber auch Blut- oder Zelluntersuchungen durchführen.

Aber auch andere Bereiche könnten von den Forschungsergebnissen profitieren, denn leichtere Akkus machen auch in immer kleiner werdenen Mobiltelefonen und Video-Kameras Sinn. Heute haben Akkus noch etwas 35 Prozent Anteil am Gesamtgewicht eines Laptops.

Es werde aber wohl noch etwas dauern, bis 3D-Batterien ihren Weg in den Consumer-Markt finden, so Dunn. Er rechnet nicht damit, dass entsprechende Akkus in den nächsten fünf Jahren in normalen Consumer-Geräten zu finden sein werden. Zudem stehen die Forscher noch am Anfang ihres auf fünf Jahre ausgelegten Forschungsprojekts.


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