Infineon verbindet Schneckengehirn mit Chip
So stellt das Infineon Corporate Research Center einen Bio-Sensor-Array-Chip vor, der die Kommunikation zwischen lebenden Zellen und einer CMOS-Schaltung ermöglicht. Der Chip bietet 16.384 kapazitive Sensoren in einem Array (128 x 128) auf einer Chipfläche von nur 1 mm x 1 mm. Die spezielle Oberfläche und das besondere Chip-Design erlauben die Aufzeichnung von extra-zellularen Signalen eines neuronalen Gewebes, dessen elektrische Empfindlichkeit in der Größenordnung von 100 µV bis 5 mV (Spitze-Spitze) liegt.
Erste biologische Laboruntersuchungen mit Zellen von einem Schneckengehirn wurden vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried durchgeführt. Die Versuche hätten gezeigt, dass der Neuro-Chip von Infineon neue Einblicke im Bereich der neuronalen Wissenschaften ermöglichen kann.
Einen wesentlichen Schritt zur Integration von Elektronik in Kleidung soll eine neue Gehäuse- und Verbindungstechnologie erlauben, die auch das Waschen und Trocknen der Kleidung ohne Entfernen der Elektronik ermöglicht. Ein Demonstrationssystem mit einem MP3-Player in einer Jacke zeigt das Potenzial dieser Technologie auf. Darüber hinaus wird Infineon einen Silizium-basierten mikromechanischen Thermogenerator präsentieren, der schon geringe Temperaturdifferenzen für die Energieerzeugung nutzen kann.
Weitere Fortschritte bei der Miniaturisierung und Dotierungs-Optimierung ermöglichten die Implementierung von bipolaren SiGe-(Silizium-Germanium-)Transistoren, die Grenzfrequenzen von 200 GHz oder Gatter-Verzögerungen von nur 5 ps erlauben.



