Abo
  • Services:

Studie: E-Government fehlt weiterhin die Bürgernähe

Deutschland nur noch Drittletzter im europäischen Vergleich

Wenn es um E-Government geht, kommt Europa langsam aber sicher voran. Nach Ländern betrachtet weisen Schweden und Irland den höchsten Grad an Online-Fähigkeit ihrer Verwaltungen auf. Deutschland verschlechterte sich innerhalb eines Jahres von Platz 14 auf Platz 16. Dies ergab eine Studie der Management- und IT-Beratung Cap Gemini Ernst & Young zum Online-Angebot der Öffentlichen Dienste im Auftrag der Europäischen Kommission.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit einem Durchschnittswert von rund 48 Prozent ist man weit vom Spitzenreiter Schweden mit 87 Prozent entfernt und bildet vor Belgien und Luxemburg das Schlusslicht. Ein kleiner Trost: Zumindest das Statistische Bundesamt gilt als Musterbeispiel für Online-Dienstleistungen. Außerdem erreichte Deutschland bei fünf der acht Online-Services für Unternehmen 100 Prozent. Aus Bundessicht ist es besonders erfreulich, dass man bei den bürgerbezogenen Diensten wie beispielsweise "Einkommenssteuer" und "Arbeitsvermittlung und -suche" die volle Transaktionsfähigkeit erreicht hat. Doch bei sieben von zwölf Diensten, für die die Kommunen und Länder zuständig sind, wurden nur Werte unter 20 Prozent erreicht.

Inhalt:
  1. Studie: E-Government fehlt weiterhin die Bürgernähe
  2. Studie: E-Government fehlt weiterhin die Bürgernähe

Die zum dritten Mal durchgeführte Studie ist Kernbestandteil des eEurope-Programms, das die Europäische Union aufgelegt hat, um den Nutzen der Informationsgesellschaft mit allen Bürgern Europas zu teilen. Von den 10.569 Behörden aus 15 EU-Ländern plus Norwegen, Island und der Schweiz, die in dieser Studie analysiert wurden, haben 86 Prozent eine eigene Internetseite. Dies entspricht einem Zuwachs von fast sechs Prozent innerhalb eines Jahres.

"E-Government muss in Deutschland wieder an Fahrt gewinnen. Wir brauchen zunächst einen strategischen Kopf, der die vielfältigen und heterogenen Initiativen von Bund, Ländern und Gemeinden koordiniert und bündelt. Zweitens benötigen wir eine ebenenübergreifende Agentur DeutschlandOnline, die Motor und Katalysator für das deutsche E-Government sein sollte. Und drittens werden erhebliche Fortschritte durch interkommunale Zusammenarbeit erreicht werden können. Das digitale Ruhrgebiet geht hier mit gutem Beispiel voran", sagte Willi Kaczorowski, Leiter des Bereichs Öffentliche Verwaltung bei Cap Gemini Ernst & Young in Berlin.

Insgesamt zeigt die Studie, dass E-Government-Dienste stark im Kommen sind. Dennoch fiel das Wachstum zum Ende des Jahres 2002 bescheidener aus als noch im ersten Halbjahr 2002. Während immer mehr Länder einen hohen Grad an Online-Ausprägung ihrer Dienste erreichen, verlangsamt sich die Geschwindigkeit der Weiterentwicklung. Bis heute wurde der größte Fortschritt bei der Bereitstellung von Online-Diensten bei Unternehmen erzielt. In fast allen europäischen Ländern schneiden die öffentlichen Dienstleistungen für Firmen bedeutend besser ab als die für den "Otto Normal"-Bürger. Insgesamt liegt die Online-Fähigkeit der öffentlichen Verwaltung bei 60 Prozent. Gegenüber der letzten Untersuchung im Oktober 2002 entspricht dies einer Zunahme von fünf Prozentpunkten; im Vergleich zur ersten Studie vom Oktober 2001 beträgt der Zuwachs 15 Prozentpunkte.

Studie: E-Government fehlt weiterhin die Bürgernähe 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 8,99€
  2. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  3. (-20%) 47,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Ron Sommer 10. Feb 2003

100% Zustimmung! Nur ein Beispiel: Ich habe vor ca. 2 Jahren mal eine Mail an die...

nove 08. Feb 2003

naja. E-Goverment ist gut und recht. schaut euch mal die Seiten der meisten Städte und...


Folgen Sie uns
       


Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018

Das ROG ist ein interessantes Konzept, das sich schon beim an Gamer gerichteten Design von anderen Telefonen unterscheidet. Außergewöhnlich sind die vielen Zubehörteile: darunter ein Handheld-Adapter, ein Desktop-Dock, ein Anstecklüfter und ein Controllermodul. Wir haben es uns angeschaut.

Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018 Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

    •  /