Unis: Zu wenig Sensibilität in puncto Computerkriminalität?
Studie zur Rechner- und Netzwerksicherheit im Hochschulbereich
Die Rechner- und Netzwerksicherheit ist nach einer Untersuchung der Hochschule Niederrhein (HN) ein heikles Thema an Deutschlands Hochschulen. Der Studie zufolge weist jeder zweite Rechner Sicherheitslöcher auf, über 50 Prozent der Mitarbeiter haben nur ungenügende Kenntnisse hinsichtlich Rechner- und Netzwerksicherheit.
Das ist das Ergebnis aus einer internen Untersuchung, soll aber nach Angaben der Hochschule Niederrhein auch für andere Hochschulen in ähnlichem Ausmaß gelten. Dabei wurden sowohl die Mitarbeiter befragt als auch die eigenen Rechner durch so genannte Penetrationstests einem Sicherheitscheck unterzogen. Die als Band 1 einer neuen Schriftenreihe des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik erschienene Studie von Prof. Dr. Jürgen Quade, Dipl.-Ing. Arne Sprick, Dipl.-Ing. Harald Mürmann und Peter Bartosch beschränkt sich indes nicht nur auf eine Zustandserfassung, sondern schlägt Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit vor. Damit soll die Studie über die Grenzen der eigenen Hochschule hinaus Nutzen für andere vernetzte Einrichtungen sowie Unternehmen bieten.
Im letzten Jahr wurden an der HN nach eigenen Angaben knapp 14.000 verseuchte Mails abgewiesen, die insgesamt 22.000 Viren enthielten. Auf die zentralen Server der Hochschule wurden mehrere Tausend weitere Angriffe registriert. Welchem Typus die Angriffe zuzuordnen sind, wurde nicht erwähnt.
Von HN-Rechnern aus wurden zudem Mailbombenangriffe auf Rechner in England gestartet. "Wir wollen als Hochschule einerseits ein offenes Netz haben, auf der anderen Seite aber auch größtmögliche Sicherheit gegenüber Angriffen", sagte Rektor Prof. Dr. Hermann Ostendorf. Von der Landesrektorenkonferenz hat er den Auftrag erhalten, sich dieses Problems im gemeinsamen Interesse anzunehmen. Dabei gebe es sowohl partikuläre als auch gemeinsame Lösungswege.
Was Prof. Quade und seine Co-Autoren vorschlagen, lässt sich in der Studie nachlesen: Neben Einführung privater Netzadressen, Absicherung von Rechnerpools durch Firewalls, zentraler User-Authentifizierung, mehr Information und Schulung sowie einem Melde- und Berichtswesen bei entdeckten Einbrüchen hält er die Einstellung eines Site Security Managers für die vordringlichste Maßnahme.
Weitere Informationen kann man bei Prof. Dr. Jürgen Quade juergen.quade@hs-niederrhein.de anfordern.
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Repariert, vielen Dank. War eigentlich nur ein Wort - aus "und" wurde "aus": Das ist...
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