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Rechenzeit für neuen Pocken-Impfstoff gesucht

Ergebnisse von Grid-Computing-Projekt gehen ans US-Verteidigungs-Ministerium

IBM, Accelrys und United Devices haben gemeinsam mit Experten von amerikanischen und britischen Universitäten ein neues medizinisches Distributed- bzw. Grid-Computing-Projekt gestartet, das bei der Suche nach neuen Medikamenten gegen den Pocken-Virus helfen soll. Beim "Smallpox Research Grid Project" können - wie auch beim Krebs- und dem bereits abgeschlossenen Milzbrand-Projekt - Teilnehmer aus aller Welt die brachliegende Rechenleistung ihrer PCs der Forschung zur Verfügung stellen.

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Ziel des Pocken-Projekts soll nicht die Entwicklung einer vorbeugenden Impfung sein, sondern Medikamente, die bereits Infizierte von den Viren befreien sollen. Es gebe zwar bereits ein Medikament, doch dieses würde zu viele Nebenwirkungen haben und nicht für Schwangere, Kleinkinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem geeignet sein. Zwar gelten Pocken seit 30 Jahren als ausgerottet, doch ist nach dem Anschlag vom 11. September 2001 auf das World Trade Center die Angst vor terroristischen Angriffen gewachsen, bei denen Krankheitserreger als biologische Waffe genutzt werden könnten. Mittels des "Smallpox Research Grid Project" soll nun eine "Virtual Screening" genannte Technik eingesetzt werden, um die chemische Interaktion von über 35 Millionen potenzieller Wirkstoffe mit den Pocken-Viren zu simulieren.

Während die beteiligten britischen Universitäten Oxford und Essex sowie Pocken-Experten am US-amerikanischen Robarts Research Institute, dem Sloan-Kettering Cancer Center und der University of Western Ontario ihre Erkenntnisse bezüglich Pocken und anderer Viren einbringen, stellen IBM, Accelrys und United Devices die Hard- und Softwaretechnik. Die Kontrolle des Projekts hält das "United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases" inne.

Auf Grund der US-Sicherheitsbestimmungen dürfen Experimente mit Pocken nur unter staatlicher Aufsicht geschehen, so dass die Ergebnisse des Projekts nur dem US-Verteidigungs-Ministerium zugeführt werden sollen. Ob dieses die Ergebnisse auch mit anderen Ländern teilt, bleibt abzuwarten.

Wer die ungenutzte Rechenleistung des eigenen Computers zur Verfügung stellen will, kann sich den rund 1,6 MByte großen United Devices Client entweder von www.grid.org oder www.ud.org herunterladen. Bisher gibt es den Client, der momentan sowohl nach Krebs- als auch nach Viren-Heilmitteln sucht, nur für Windows-PCs. Die Rechenleistung aller Rechner steht dem Projekt als verteilter Supercomputer zu Verfügung, wobei sich die einzelnen Clients jeweils per Internet kleine Datenpakete herunterladen, diese permanent oder während des Einsatzes als Bildschirmschoner auswerten und dann die Ergebnisse an die United-Devices-Server senden.


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Haessi 12. Sep 2003

Hi Wenn Computer aus aller Welt rechenpower und -zeit für ein solches Projekt zur...

Volker Krüger 08. Feb 2003

Hallo zusammen, Rechenleistung für einen einzelnen Staat? Nein, zumal dieser Staat auch...

Klaus 08. Feb 2003

Lies deutlicher! Hahah... ich hab kein Wort von Virus gesagt.

querolant 06. Feb 2003

LOL, genau und deswegen sucht unser kleiner Freund SETI schon längst nach ganz anderen...

unfug 06. Feb 2003

entwickeln?...lol...ich glaub, du meinst erstens einen wurm und nicht einen virus - der...



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