Corel bringt Vektorzeichenprogramm Designer 10
Designer 10 mit Symbol-Bibliothek unterstützt über 60 Dateiformate
Nach der Übernahme von Micrografx durch Corel im Juli 2001 erscheint die ehemalige Micrografx-Software Designer nun in einer neuen Version unter dem Corel-Dach. Designer 10 für die Windows-Plattform besitzt neue Werkzeuge und Befehle, um den Umgang mit Vektorobjekten zu vereinfachen.
Der Designer 10 erhielt eine neue Objektfang-Funktion, über die Anwender mit jedem Werkzeug geometrische Formen hinzufügen oder verändern können, indem automatisch passende Einrastpunkte gefunden werden. Technische Illustrations-Instrumente wurden erweitert, um technische Grafiken wie etwa Beschriftungsfenster mit Lichthöfen, Bemessungen, Verbindungslinien, Linientypgrößen und maßgeschneiderte Linienenden zu bearbeiten.
Über ein neues Änderungen-Fenster kann man Objekte präzise bewegen, rotieren, skalieren, umdrehen, verdrehen und in eine isometrische Perspektive projizieren, wobei Umformungen in eine Ellipse und eine Verbindung von Kurven integriert wurde. Zudem lassen sich einzelne oder mehrere Liniensegmente durch Markierung mit einem Mausklick löschen.
Außerdem spendierte Corel der Software Tausende Industriestandard-Symbole, die in Dateien gespeichert oder über ein Netzwerk miteinander verbunden werden können. Werden in der Symbol-Bibliothek Veränderungen vorgenommen, bemerkt das der Verknüpfungs-Manager und aktualisiert alle Grafiken entsprechend. Der Einsatz solcher Symbole soll die Dateigröße von Illustrationen deutlich reduzieren.
Designer 10 besitzt nun mehr als 60 Im- und Exportfilter und verarbeitet mit TWAIN-kompatiblen Geräten gescannte Legacy-Raster-Bilder, -Diagramme und -Schemata, wobei diese zu einem editierbaren Vektorformat gewandelt werden. Schließlich wurde Visual Basic for Applications (VBA) implementiert, um Arbeitsabläufe zu automatisieren.
Die deutsche Version von Designer 10 soll für die Windows-Plattform im März 2003 erscheinen. Die Vollversion wird dann für rund 660,- Euro zu haben sein; ein Update kostet knapp 350,- Euro.
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