Studie: Zahlungsbereitschaft für Online-Content
Wie teuer dürfen Musik-, Film- oder Spiele-Downloads sein?
Die Bereitschaft, für Internetinhalte zu bezahlen, wächst beständig. Bereits 66 Prozent der regelmäßigen Internetnutzer können sich vorstellen, für bestimmte Online-Inhalte Geld zu bezahlen. Am höchsten ist die Zahlungsbereitschaft bei Online-Spielen bzw. Spieleplattformen (37 Prozent), gefolgt von Musikdiensten (35 Prozent), Videodiensten (32 Prozent) und Informationsdiensten (31 Prozent), so die Ergebnisse einer Befragung des Marktforschungsunternehmens Smart-Research.
Der optimale Preis für einen Musiktitel liege nach Ansicht der relevanten Zielgruppe bei 70 Cent, wobei die Unter- und Obergrenze des akzeptierten Preisbereiches bei 25 Cent bzw. einem Euro liegen, so Smart-Research.
Fragt man die potenziellen Nutzer nach wünschenswerten Zusatzdiensten, so halten 87 Prozent die Möglichkeit für wichtig, komplette Alben herunterladen zu können. 82 Prozent der Befragten sehen in dem Angebot, Bildmaterial wie z.B. das CD-Cover herunterzuladen zu können, eine sinnvolle Zusatzleistung. Müssten sich die Nutzer für ein Abrechnungsmodell entscheiden, so würden 58 Prozent eine Abrechnung je Titel bevorzugen. 27 Prozent präferieren ein Abomodell mit einer unbegrenzten Anzahl an Downloads und 11 Prozent bzw. 4 Prozent ein Abo mit 50 bzw. 100 Downloads pro Monat.
Neben Musikdiensten werden sich zukünftig auch kostenpflichtige Videodienste, also Dienste, bei denen Video- oder Kinofilme gegen ein entsprechendes Entgelt heruntergeladen werden können, eines großen Interesses erfreuen, so die Martkforscher weiter. Insgesamt 31 Prozent der Befragten wären dazu bereit, für einen solchen Dienst zu bezahlen, wobei eine gute Bild- und Tonqualität (90 Prozent bzw. 85 Prozent) sowie eine einfache Bedienbarkeit (80 Prozent) gewünscht werden. Insgesamt 72 Prozent der potenziellen Nutzer würden eine Abrechnung je Film einem Abomodell vorziehen. Auf die Frage, ob ein solcher Dienst eher Video- oder aktuelle Kinofilme anbieten sollte, sprechen sich 68 Prozent für Kinofilme aus.
Der akzeptierte Preisbereich unterscheidet sich für Kino- und Videofilme kaum. Als Untergrenze werden 1 Euro, als Obergrenze 6 Euro pro Film angegeben. Der Optimalpreis liegt laut Smart-Research bei 3 Euro je Film.
Bei Informationsinhalten sind 37 Prozent bereit, für aktuelle Nachrichten und Nachrichtenarchive zu zahlen, gefolgt von Wirtschaftsinformationen und Wirtschaftsarchiven mit 33 Prozent. Sportnews und Sportarchive sind für 22 Prozent der Befragten die erste Wahl. Als wichtigste Aspekte für die Nutzung solcher Dienste werden eine hohe Aktualität der Informationen (89 Prozent), eine einfache Bedienbarkeit der Dienste (77 Prozent) sowie ein niedriger Preis für den Abruf der Informationen (74 Prozent) erachtet. Bei den Abrechnungsmodellen zeigt sich eine leichte Tendenz zu Gunsten eines monatlichen Abos. 56 Prozent der Befragten bevorzugen ein monatliches Abo gegenüber 44 Prozent, die sich für eine Abrechnung pro Artikel aussprechen.
Der optimale Preis pro Artikel liegt ja nach Nachrichtengattung zwischen 50 Cent bei Nachrichten und Sportnews und 70 Cent bei Wirtschaftsinformationen. Die akzeptierten Unter- und Obergrenzen liegen bei 10 Cent bzw. 1,50 Euro.
Online-Spiele bzw. Spieleplattformen besitzen mit 37 Prozent die höchste Zahlungsbereitschaft bei ihren potenziellen Nutzern. Bei der Nutzung dieser Dienste stehen für die User ein geringer Preis (76 Prozent), eine einfache Bedienbarkeit (71 Prozent) und ein unkompliziertes Abrechnungsverfahren (69 Prozent) im Vordergrund. Bei der Frage nach dem besseren Abrechnungsmodell entscheiden sich 76 Prozent der Befragten für ein monatliches Abo gegenüber 24 Prozent, die eine Abrechnung pro Minute bevorzugen.
Die akzeptierte Preisspanne für ein monatliches Abo liegt zwischen 2 Euro und 11 Euro, wobei der Optimalpreis bei 5 Euro pro Monat liegt. Dabei wünschen sich 58 Prozent die Nutzung von exklusiven Online-Spielen und 42 Prozent möchten mit ihrer Spielkonsole online gegen andere Gegner antreten.
Befragt wurden von Smart Research 1.000 Personen aus dem Online-Access-Panel "Panopia". Eingeladen wurden regelmäßige Nutzer von Online-Diensten, d.h. Personen, die mindestens ein Mal die Woche das Internet nutzen. Die akzeptierten Preisspannen bzw. die Optimalpreise wurden mittels der Price-Sensitivity-Methode nach van Westendorp (1970) gewonnen. Im optimalen Preispunkt ist der Kaufwiderstand am geringsten, d.h. die mögliche Absatzmenge der Hersteller maximal. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen dem 19. Dezember 2002 und 10. Januar 2003. Ein tabellarischer Report der gesamten Studienergebnisse kann gegen eine Gebühr von 39,- Euro bestellt werden.
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Hey Orwell, hier geht es primär nicht um "Information" sondern um "Entertainment...
ich komme aus dem Penis meines Alten... Mal ernsthaft, das Internet war nie zum...
Ok..... 1. Wie wurden die 1000 Befragten denn ausgewaehlt? Ist die Auswahl...
tatsache ist und bleibt nun mal, dass die papierherstellende industrie die...