Bitkom-Studie: 3,2 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland

In Deutschland sind inzwischen 29 Millionen PCs installiert und im Jahresverlauf 2003 soll die 30-Millionen-Marke überschritten werden. Damit verfügt jeder zweite deutsche Haushalt über einen eigenen Rechner. Deutschland liegt hier leicht über dem europäischen Schnitt, allerdings deutlich hinter den USA. Jahr für Jahr vergrößert sich die installierte Basis bei uns um etwa 1,5 Millionen Geräte. Sehr viel stärkere Wachstumsraten weist zurzeit insbesondere Japan auf. Allein im Jahr 2001 wurden dort 10 Millionen zusätzliche PCs installiert, in 2002 waren es 5 Millionen.

Im Jahr 2000 hatte sich die Zahl der mobilen Telefon-Anschlüsse auf 48 Millionen verdoppelt. Und die Zahl der Mobilfunkteilnehmer steigt weiter. Bis Ende 2005 darf mit 70 Millionen Anschlüssen gerechnet werden, zurzeit liegen wir bei knapp 60 Millionen. Inzwischen gibt es mehr mobile als Festnetzanschlüsse.

Ein Armutszeugnis stellt Bitkom weiterhin den deutschen Schulen aus. In deutschen Sekundarschulen mussten sich 14 Schüler einen PC teilen und auf jeweils 25 Schüler kam ein Internetzugang. In Dänemark stand demgegenüber auf jeder Schulbank ein PC mit Internetanschluss. Auch im E-Government gibt es nach Meinung des Branchenverbandes Handlungsbedarf: Deutschland müsse wegkommen vom aktuellen Flickenteppich unterschiedlichster Modelle, hin zu einem gemeinsamen Ansatz. Rohleder: "Wir brauchen einen Masterplan, der die zahlreichen Einzelinitiativen verknüpft und über ein gemeinsames Online-Portal allgemein zugänglich macht."

Nachholbedarf sieht Bitkom auch im Gesundheitswesen. Während es in Großbritannien, Schweden und Finnland kaum noch eine Arztpraxis ohne Internetanschluss gibt, arbeiten in Deutschland immer noch 55 Prozent aller Allgemeinmediziner völlig offline. Lediglich 6 Prozent der deutschen Allgemeinmediziner nutzen den PC für den Austausch von Patientendaten. Rohleder: "Damit bilden wir das Schlusslicht in Europa, hinter Irland, Portugal und Griechenland." In deutschen Praxen und Krankenhäusern werden Daten weiterhin überwiegend von Hand eingegeben und konventionell übermittelt. Die medizinische Versorgung ließe sich nach Angaben von Bitkom deutlich verbessern, wenn ein einheitlicher Informations- und Kommunikationsstandard im Gesundheitswesen eingeführt würde.

Die Investitionen in Informations- und Kommunikationssysteme tragen inzwischen erheblich zum Wirtschaftswachstum der meisten Länder bei. In Deutschland könnte man aber noch sehr viel mehr aus diesen Technologien herausholen, urteilt der Branchenverband. Anfang der 80er-Jahre lag der ITK-Beitrag zum Wirtschaftswachstum in den großen Industrienationen zwischen 0,2 und 0,4 Prozentpunkten. In den Jahren 1995 bis 2000 hat sich dieser Wert in den meisten Ländern verdoppelt. Durchschnittlich 0,9 Prozentpunkte des gesamtwirtschaftlichen Wachstums in den USA waren ITK-Investitionen zuzurechnen. Deutschland lag mit einem Wert von 0,4 Punkten auf einem Niveau, das in den USA bereits Anfang der 80er-Jahre erreicht worden war.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Bitkom-Studie: 3,2 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /