Studie: Telematik in Privat-Autos boomt nicht gerade

Generell erwarten die Kunden zu dem für sie akzeptablen Preis ein Leistungspaket inklusive Navigationssystem der neusten Generation, umfassendem Sicherheitssystem, Remote System Access (bei Schlüsselverlust kann das Fahrzeug von einer Servicezentrale aus geöffnet werden), Infotainment-System mit Sprachaktivierung und Einbindungsmöglichkeit für Handys oder Handhelds. Für ein Navigationssystem allein würden die Befragten durchschnittlich 219 Euro ausgeben, zusätzlich 132 Euro, wenn sie mit seiner Hilfe Verkehrsstaus umgehen könnten und weitere 36 Euro für Informationen zu Tankstellen und Parkplätzen.

Überraschend viel positive Resonanz gab es auf die Frage nach der Offenheit für aktuelle Informationen zum genutzten Fahrzeug via Telematiksystem. In der Tat würden laut Analyse viele Pkw-Besitzer eine engere Beziehung zum Hersteller sogar begrüßen. Für die Automobilbauer ergibt sich daraus die bedeutende Chance zur Entwicklung und Implementierung einer effizienten Langzeitstrategie für das Customer Relationship Management (CRM).

Auf die Frage, an wen sie sich für den Erwerb eines Telematiksystems wenden würden, nannte die überwiegende Zahl der Interviewten die Autohändler. "Das liegt wohl daran, dass die Telematik nach wie vor ein Nischenmarkt ist. Mit fortschreitendem Produktlebenszyklus wird sich hier jedoch einiges ändern", meinte Leveque.

Den größten Bekanntheitsgrad im Sektor für Telematikdienste genießen derzeit die deutschen Autohersteller Mercedes-Benz, BMW, Audi und VW. Überdurchschnittlich häufig fielen auch die Namen TrafficMaster (Großbritannien) und Renault. Die Akteure im Sektor für Telematik-Hardware dagegen kennen nur wenige der Befragten. So sind Systemhersteller und spezielle Serviceprovider wie Onstar, Teragon oder Intellicast bisher kaum ein Begriff.

Gerade in jüngster Zeit mussten diverse Telematik-Projekte nach Darstellung der Unternehmensberater von Frost schwere Rückschläge hinnehmen, weil bislang kaum Klarheit darüber herrschte, welche Erwartungen die potenziellen Kunden an Telematiksysteme und -dienste stellen. Bekanntestes Beispiel für diese Problematik ist sicherlich das Scheitern des Joint Venture "Wingcast", mit dem Ford und das Software-Unternehmen Qualcomm Möglichkeiten entwickeln wollten, drahtlose Datendienste wie Internetzugang oder Sicherheitsservices in Fahrzeugen zu nutzen.

Neben der genauen Kenntnis der Kundenerwartungen empfiehlt Frost & Sullivan den Akteuren im Telematik-Markt eine offensive Preisstrategie. Leveque: "Wer sich langfristig durchsetzen will, muss seine Preise reduzieren und dabei gleichzeitig die Vorteile der Telematik kommunizieren. Sind die Kunden erst einmal vom Nutzen der Technologie überzeugt, ist mit raschen Umsatzzuwächsen zu rechnen." Zudem sei es wichtig, Produkte unterschiedlicher Preis- und Leistungskategorien anzubieten, um alle potenziellen Kundengruppen ansprechen zu können.

Der Titel der Analyse lautet "Voice Of The Customer- Frost & Sullivan's Survey Of Customer Attitudes And Perceptions Towards Telematics In Cars".

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 Studie: Telematik in Privat-Autos boomt nicht gerade
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Sandkasten 10. Nov 2004

Ich kann auch nicht glauben, daß diese Studie gut ist. Wenn man sich mal die hier...

Ralf Heuser 08. Jan 2004

Nachdem eine erste Studie von Frost&Sullivan den Markt um Potenzen überschätzt hat, ist...

dudoof 30. Jan 2003

Dann gehts den meisten Leuten bestimmt genau so wie dir. Der Blinker wird nur dafür...

THHAYN 24. Jan 2003

So ein Scheiß ist schon mal fast lebendsrettend gewesen !!! und Ford diese `Hirnis` haben...



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