Spieletest: Post Mortem - Adventure im Film-Noir-Stil

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Im Gegensatz zu vielen anderen Adventures wird der Spielablauf in Post Mortem stark dadurch beeinflusst, wie man die zahlreichen Gespräche führt. Lehnt man etwa gleich zu Beginn ab, den Auftrag zu übernehmen, muss man fortan erst mal versuchen, mit der Auftraggeberin wieder in Kontakt zu treten, um dann doch weiter ermitteln zu dürfen. Auch sonst sollte man bei der Wortwahl vorsichtig sein - vergreift man sich gegenüber einem Polizisten oder einem wichtigen Zeugen im Ton, reagieren diese unter Umständen wütend und brechen das Gespräch ab. Um dennoch an die benötigten Informationen zu kommen, reicht manchmal eine Weinflasche zur Versöhnung aus, in anderen Fällen muss man schon etwas trickreicher vorgehen, um frühere Fehler auszubügeln. Das Spiel bleibt aber dennoch an allen Stellen lösbar, unabhängig vom eigenen Vorgehen wird man sich niemals in eine Sackgasse manövrieren können, aus der es keinen Ausweg mehr gibt.

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Post Mortem ist alles andere als leicht, in vielen Momenten würde man sich den einen oder anderen Hinweis mehr seitens des Programms wünschen, um nicht planlos umherzuirren. Zwar sind fast alle Rätsel in sich logisch, oft sind die Hinweise zum Weiterkommen aber in bestimmten Äußerungen der Gesprächspartner so gut versteckt, dass man sie zunächst kaum wahrnimmt. Zwar lassen sich die Gespräche im Notizbuch komplett nachlesen, allerdings kann das Blättern im Text zu einer sehr langwierigen Angelegenheit werden.
Eine besondere Erwähnung verdient die musikalische Untermalung: Die wunderschöne Bar- und Jazz-Musik passt nicht nur sehr stilvoll zum düsteren, verrauchten Ambiente, sondern macht auf Grund ihrer Qualität auch jedem Soundtrack zu einem Woody-Allen-Film Konkurrenz. Die komplett deutsche Sprachausgabe ist ebenfalls gut, aber insgesamt nicht ganz so überzeugend wie bei Syberia. Grafisch sind vor allem die Animationen gelungen, die man beim Betreten eines neuen Schauplatzes betrachten darf, die einzelnen Schauplätze sind dann in ihrem Detailgrad und der Gestaltung sehr unterschiedlich und schwanken zwischen akzeptabel und wirklich schön.
Fazit:
Mit Post Mortem schafft es Microids nicht ganz, ein ebenso gutes Spiel wie Syberia zu produzieren - leichte Mängel bei der Bedienung, der Sprachausgabe und dem Schwierigkeitsgrad trüben den Spielspaß ein wenig. Für Adventure-Fans ist der Titel aber dennoch, schon auf Grund der wunderbaren Atmosphäre und der spannenden Hintergrundgeschichte, eine Pflicht-Anschaffung.
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