Institut für Telematik droht das Aus
Im Sommer erklärte sich das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium als institutioneller Förderer des Instituts (Zuschuss im Jahr 2002: 750.000 Euro) dann bereit, weit über die üblicherweise bereitgestellten Mittel hinaus Hilfe zu leisten und die Übernahme eines großen Teils der befristet angestellten wissenschaftlichen Mitarbeiter an die Uni Trier zu finanzieren. Der Haushalts- und Finanzausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags empfahl Mitte Oktober dann eine vollständige Integration in die Uni Trier.
Prof. Meinel: "Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten sich im Verlauf des Jahres 2002 weiter verschlechtert. Unternehmen aus der Wirtschaft zeigten sich zwar am Kauf von Forschungs- und Entwicklungs-Dienstleistungen auf dem Gebiet der neuen Informations- und Kommunikationsmedien weiter interessiert - immerhin konnte 2002 wieder ein ausgeglichenes Jahresergebnis mit gut 500.000 Euro selbst erwirtschafteten Mitteln erzielt werden -, investierten wegen der schlechten Konjunkturaussichten allerdings weniger als je zuvor." Auf Grund des hohen und risikobehafteten Eigenfinanzierungsanteils wurde eine vollständige Übernahme des bislang eigenständigen Instituts von der Universität Trier als zu risikoreich angesehen. Das Wissenschaftsministerium schaltete von Integration auf Liquidation um.
"Wenn sich im Verlauf des Liquidationsverfahrens nicht noch ein Investor findet oder sich der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags entscheidet, das Geld lieber in die Weiterarbeit des Instituts für Telematik zu stecken als in dessen Abwicklung, gehen für unsere Einrichtung definitiv die Lichter aus", bedauerte Prof. Meinel. Selbst bei gleichbleibend schlechter Wirtschaftslage könnte jedoch das Institut in diesem Jahr wohl wieder wenigstens 500.000 Euro selbst erwirtschaften. "Der Landeszuschuss von etwa einem Drittel unseres Jahresbudgets war früher ausreichend. Seit den vergangenen beiden Krisenjahren benötigen wir aber zwei Drittel. Das ist das Hauptproblem. Schon mit zusätzlichen 500.000 Euro - einem vergleichsweise geringen Betrag für die zukunftsträchtige Beschäftigung von rund 40 hervorragenden jungen Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Hilfskräften - könnte bei dem für 2003 ursprünglich geplanten Landeszuschuss in Höhe von 750.000 Euro die Weiterarbeit unserer Einrichtung gesichert werden", betonte der Trierer Informatik-Professor.
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