Sogar ohne Löten: Radeon 9500 zu Radeon 9700 gemacht
Wem das nicht gefällt, für den bietet sich nun eine leichtere Hardware-Modifikation an, bei der die Treiber nicht mehr getäuscht werden müssen. Anstelle der von Overclockers.ru anfangs entdeckten Möglichkeit, einen Widerstand umzulöten, soll es auch reichen, an der gleichen Stelle eine Lötbrücke mit Leitkleber einzurichten, um 128-MByte-Karten in Verbindung mit dem Einspielen eines gehackten Radeon-9700-BIOS zur Radeon 9700 zu machen. Die normalen ATI-Treiber sollen die Grafikkarte als vollwertige Radeon 9700 ansprechen. Auf die Garantie dürfte man damit aber wieder verzichten müssen.
Mit Radeon 9500-Pro-Grafikkarten funktioniert der ganze Umbau-/Software-Aufrüsttrick übrigens laut Overclockers.ru und Guru3D.com nicht, da die Karten bereits alle acht Render-Pipelines nutzen sowie über ein anderes Board-Layout - also nicht über die "brachliegenden" RAM-Leitungen der Radeon-9500-Karten - verfügen. Letztere benutzen annähernd das gleiche Board-Layout wie die Radeon 9700 (Pro), allerdings wird meist langsamerer Speicher genutzt. Erst bei Übertaktung kann die bearbeitete Radeon 9500 mit der Radeon 9700 mithalten bzw. diese überflügeln, was nun aber für Laien wieder mit Vorsicht zu genießen ist und bei fast allen Herstellern die Garantieansprüche verwirkt. Auch ohne Übertaktung ist die Leistung der modifizierten Radeon 9500 laut Benchmarks auf Overclockers.ru jedoch schon recht attraktiv. Allzu lange dürften ATI und Partner dem Treiben allerdings nicht tatenlos zusehen. Es würde nicht verwundern, wenn die Hersteller bereits versuchen, das Layout der Grafikkarten zu verändern, was sich jedoch wohl kaum von heute auf morgen in der Fertigung umsetzen lässt.
Wer sich für den Hardware-Umbau interessiert, kann auf verschiedenen Websites wie etwa X-Bit Labs englischsprachige, bebilderte Anleitungen finden. Mehr über die Software-Lösung SoftR9700 findet sich auf den offiziellen RivaTuner-Seiten auf Guru3D.com. Auf jeden Fall sollte Folgendes beachtet werden: Beim "Basteln" an der Hardware handelt man in eigener Verantwortung und verwirkt gegenüber den Herstellern fast immer jegliche Ansprüche auf Garantie. Auch sollte klar sein, dass modifizierte Treiber Probleme mit sich bringen können und daher ein vorheriges Systembackup anzuraten ist. Die Golem.de-Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung bzw. Funktionsgarantie für die Lösungen, die Betreiber anderer Websites ausgeheckt haben.
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