• IT-Karriere:
  • Services:

Sendo verklagt Microsoft

Anklageschrift wirft Microsoft geplanten Betrug vor

Nachdem Sendo Anfang November 2002 die Kooperation mit Microsoft beendete und das seit mehr als zwei Jahren angekündigte Smartphone Z100 nicht auf den Markt brachte, reichte der Mobiltelefon-Hersteller nun Klage gegen Microsoft ein. In der Anklageschrift wird Microsoft bezichtigt, Sendo mit falschen Angaben getäuscht zu haben, um den Mobilfunkhersteller in den Ruin zu treiben und sich dabei die Geschäftskontakte und das Wissen von Sendo anzueignen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Klageschrift wirft Microsoft insgesamt zehn juristische Verfehlungen vor, wobei sich manche juristischen Tatbestände auf zum Teil identische oder ähnliche Ereignisse stützen. So behauptet Sendo in der Anklageschrift, dass Microsoft Betriebsgeheimnisse unterschlagen sowie treuhänderische Pflichten verletzt hat, um ein Konkurrenz-Produkt zum Z100 zu entwickeln. Diese eher allgemeine Formulierung zielt dabei auf die Kooperation zwischen Microsoft und HTC, die gemeinsam Ende Oktober 2002 das erste Handy mit Microsofts Betriebssystem Smartphone 2002 angekündigt haben und nun gemeinsam vermarkten. Die Verträge zwischen Sendo und Microsoft sahen vor, dass beide Unternehmen diese neue Gerätegeneration in den Markt einführen werden, was von Microsoft nicht erfüllt wurde, so dass dieser Vertragsbruch Bestandteil der Klage ist.

Stellenmarkt
  1. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Damovo Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf

Ein zweiter Eckpfeiler der Anklageschrift ist der Vorwurf, dass Sendo von Microsoft gezielt in den Ruin getrieben werden sollte und Microsoft so Eintritt in den Handy-Markt erlangt hat. Nach Auffassung von Sendo wollte Microsoft das Wissen und die Geschäfsbeziehungen von Sendo nutzen, um selbst in den Mobilfunkmarkt einsteigen zu können. Dazu habe Microsoft über zwei Jahre hinaus eine baldige Verfügbarkeit des in der Entwicklung befindlichen Handy-Betriebssystems vorgegaukelt, um Sendo mit der Zeit finanziell zu schaden. Nach Ansicht von Sendo hätte sich das Unternehmen nicht auf eine Kooperation mit Microsoft eingelassen, wenn man gewusst hätte, dass es bis zur Verfügbarkeit des Betriebssystems mehr als zwei Jahre dauern würde. Durch die Beteiligung an Sendo hätte Microsoft im Falle einer Sendo-Pleite sämtliches geistiges Eigentum des Unternehmens übernehmen und für eigene Zwecke nutzen können. Um dem zuvorzukommen, beendete Sendo Anfang November 2002 die Kooperation mit Microsoft.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist noch nicht entschieden, ob oder wann es zu einer Klage gegen Microsoft kommen wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,49€
  2. 11,99€
  3. (-58%) 16,99€
  4. 4,99€

mitch 08. Jan 2003

Ich wische mir gerade die Tränen aus den Augen.

Alter Zopf 07. Jan 2003

http://www.aaxnet.com/topics/msinc.html Nichts neues von M$oft.

... 07. Jan 2003

Bei M$ setzt man halt noch voll auf Tradition. Will aber jemand anders dem Unternehmen...

Nindindo 07. Jan 2003

irgendwann übernimmt microsoft noch autofirmen, da diese windows pocket für ihr gps...

Noob 07. Jan 2003

Hehe, M$ ist halt ein routinierter Global-Player ...


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

Ghost Recon Breakpoint - Fazit Video aufrufen
Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
  3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Raptor 27 Razers erstes Display erscheint im November
  2. Gaming-Maus Razer macht die Viper kabellos
  3. Raion Razer verkauft neues Gamepad für Arcade-Spiele

Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

    •  /