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Telekom: Neue Tarife in 2003

0900-Nummern ersetzen ab Januar 2003 die Vorwahl 0190. Nachdem die Regulierungsbehörde die neuen Tarife der Telekom teilweise genehmigt hat, sollen diese nun zum 1. Februar 2003 in Kraft treten. Dazu zählen Senkungen beim City- und Deutschlandtarif und Erhöhung des monatlichen Grundentgeltes für analoge T-Net-Anschlüsse. Bereits ab Janaur erhöht die Telekom den Bereitstellungspreis für T-DSL.
/ Jens Ihlenfeld
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Beim analogen T-Net-Anschluss ergibt sich eine Preiserhöhung von 13,33 Euro auf 13,72 Euro pro Monat. Der Preis für die Übernahme eines betriebsfähigen Anschlusses beträgt weiterhin 25,78 Euro. Bei T-DSL gilt bereits ab Januar ein einmaliger Bereitstellungspreis von 99,95 Euro. Dieser war bereits im Februar von der RegTP genehmigt worden.

Die Telekom senkt jedoch im Gegenzug die Preise bei Citygesprächen um rund 4,2 Prozent. Für die Kunden bedeutet das eine Verlängerung des Abendtarifs werktags von jetzt bis 5 bzw. 7 Uhr auf künftig einheitlich 8 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen wird der City-Abendtarif mit dem Vier-Minuten-Takt nun auch beim analogen T-Net-Anschluss ganztags statt erst ab 21 Uhr gelten.

Beim Deutschlandtarif wurde eine Absenkung um 1,2 Prozent genehmigt. Die Kunden zahlen dann an Werktagen tagsüber einen auf 12,2 Cent (statt 12,3) gesenkten Taktpreis und im Freizeittarif von 18 bis 21 Uhr den reduzierten Taktpreis von 6,1 Cent (statt 6,2). Beim Wochenend- und beim täglichen Abendtarif wird zudem der Nettotaktpreis geringfügig gesenkt.

Außerdem werden Telefonate nach Brasilien um 20 Prozent von 99 auf 79 Cent pro Minute ermäßigt.

Bei den Spartarifen AktivPlus und AktivPlus xxl wird es künftig - wie bereits jetzt schon beim Tarif AktivPlus basis - ein einheitliches Zeitfenster montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr geben. Die Minutenpreise bleiben unverändert.

Ihren Sekretariatsservice will die Telekom zum 1. Januar 2003 einstellen. Der Weck- und Erinnerungsservice wird weiterhin als Serviceleistung unter der 0180 1141033 angeboten.

Zum Jahreswechsel werden zudem die neuen 0900-Rufnummern eingeführt. Der Service 0900 löst schrittweise die Rufnummerngasse 0190 ab. 0190-Rufnummern können noch bis zum 31. Dezember 2005 genutzt werden.

Die Vergabe der 0900-Nummern erfolgt durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Die Rufnummer, die auf die 0900 folgt, ist nicht mehr sechs-, sondern siebenstellig und beinhaltet keine Informationen über den Anruftarif. Stattdessen ist anhand der ersten der sieben Ziffern erkennbar, welcher Service hinter der Rufnummer steht: "0900 1" steht dabei für Information, "0900 3" für Unterhaltung und "0900 5" für Sonstiges.

Dabei will die Telekom durch einige Maßnahmen den Schutz der Verbraucher sicherstellen. So erfolgt eine Zwangstrennung der Verbindung nach 60 Minuten, die Anrufertarife sind begrenzt auf max. 2,50 Euro pro Minute und max. 5,00 Euro einmalig/pro Block. Bei Tarifen von über 3,- Euro ist eine aktive Tarifbestätigung durch den Anrufer mit den Ziffern "1" und "9" notwendig. Zudem soll jede Rufnummernbeauftragung eines Anbieters durch den Verbraucherschützer der Deutschen Telekom einzeln geprüft werden, Dialer/Onlineanwendungen werden nicht zugelassen. Alle Rufnummernsperren für die 0190 gelten ebenso für die 0900.


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