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Spieletest: BMX XXX - Trendsport mit nackter Haut

Viel diskutierter Titel seit kurzem erhältlich. Schon Wochen vor seiner Veröffentlichung konnte der Titel BMX XXX auf sich aufmerksam machen, vor allem in den USA erhitzten sich die Gemüter darüber, dass im Spiel nackte Haut zu sehen sein würde. Seit kurzem ist das Spiel für PlayStation 2 und Xbox jetzt erhältlich, den Entwicklern scheint allerdings nicht bewusst gewesen zu sein, dass ein paar nackte Brüste kein Ersatz für ein gutes Spiel sind.
/ Thorsten Wiesner
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Das für das Spiel verantwortliche Team von Z-Axis konnte bereits einige Erfahrung im Bereich Trendsport-Spiele sammeln, unter anderem geht die solide Dave-Mirra-Freestyle-Serie, aber auch das hervorragende Aggressive Inline auf ihr Konto. In BMX XXX ließen sie ihren männlichen Trieben nun freien Lauf und integrierten nicht nur eine Reihe leicht- bzw. kaum bekleideter Fahrerinnen ins Spiel, sondern ließen sich auch eine Reihe eher ungewöhnlicher Aufträge einfallen.

So muss man nicht nur durch gekonnte Tricks und Fahrmanöver Highscores knacken, bestimmte Combos ausführen oder Gegenstände einsammeln, sondern wahlweise auch Prostituierte einsammeln und zu ihrem Zuhälter bringen oder ein paar Runden mit einer Stripperin drehen. Hinzu kommen ausgefallenere Aufgaben, bei denen man etwa einen Meteorologen vor dem Rausschmiss bewahren muss, indem man, gemäß seiner Vorhersage, Schnee durch bestimmte Combos erzeugt.

Die Steuerung in BMX XXX ist prinzipiell mit der von Dave Mirra identisch: Mit den Aktionstasten führt man die Tricks aus, gleichzeitiges Drücken einer zweiten Taste oder des Steuerkreuzes lässt eine Reihe von Variationen und Special Moves zu. Somit ist die Bandbreite an Bewegungsmöglichkeiten zwar recht groß, die Vielseitigkeit eines Tony Hawk erreicht man aber dennoch nicht.

Auch wenn sich die Aufgaben teils ungewöhnlich anhören, ist das Gameplay alles andere als innovativ – prinzipiell macht man dasselbe wie in anderen BMX-Spielen auch, nur dass die Charaktere, von denen man die Aufgaben erhält, allesamt eher zwielichtig sind und zudem einen ausgeprägten Sinn für schlechten Humor besitzen. Das Spiel ist voll von recht platten und derben Witzen, die einem in den Zwischensequenzen oder von Passanten, an denen man vorbeifährt, erzählt werden und einen nur selten wirklich zum Lachen bringen.

Zusätzlich gibt es noch einige wenige Videosequenzen, die man mit der Zeit freischaltet und in denen Stripperinnen zu begutachten sind. Allerdings ist hier die optische Qualität ähnlich bescheiden wie schon im Spiel: Zumindest auf der PlayStation 2 hinkt BMX XXX aktuellen Trendspielen deutlich hinterher, und auch der Soundtrack kann nicht mit der Vielseitigkeit der Tony-Hawk-Reihe mithalten. Neben der PS2-Version ist das Spiel auch für Xbox und Gamecube erhältlich, diese Versionen lagen uns allerdings nicht zum Test vor.

Fazit:
Viel Lärm um nichts: Der groß inszenierte Medienrummel im Vorfeld sollte womöglich darüber hinwegtäuschen, dass BMX XXX spielerisch nicht viel zu bieten hat. Das sehr durchschnittliche und nicht besonders ansehnlich präsentierte Gameplay gewinnt auch durch die Strip-Einlagen, die nackte Polygon-Haut und die schrägen Charaktere kaum an Reiz.


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