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HDMI 1.0 fertig - Wohnzimmer-DVI kombiniert Audio/Video

Ab Ende 2003 in Unterhaltungselektronik. Hitachi, Matsushita (Panasonic), Philips, Silicon Image, Sony, Thomson und Toshiba, die Gründer des "High-Definition Multimedia Interface" (HDMI), haben kürzlich die HDMI-1.0-Spezifikation fertig gestellt. Bei HDMI handelt es sich um eine zur DVI-1.0-Schnittstelle abwärtskompatible Schnittstelle für hochqualitative, verschlüsselte digitale Audio- und Videoübertragung zwischen Unterhaltungselektronik-Geräten.
/ Christian Klaß
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Dank HDMI sollen bei bereits digital vorliegendem Video, wie etwa bei digitalem Satelliten-Fernsehen, die Signale ohne verlustbehaftete Analog-Umwandlung an HDMI-fähige Displays oder Projektoren senden können. Ein mehrfaches Umwandeln von digitalen in analoge Signale und umgekehrt soll so entfallen können. Dadurch, dass Audio- und Videodaten über nur ein Kabel transportiert werden, sollen Kunden zudem leichter mit dem Anschluss der Geräte klarkommen und zudem das Kabelwirrwar im Wohnzimmer verringert werden.

Die digitalen Daten werden über die HDMI-Kabel unkomprimiert übertragen. HDMI unterstützt alle ATSC-HDTV-Standards inkl. NTSC- und PAL-Auflösungen und 8-Kanal-Digital-Audio. Aktuelles HDTV soll nicht einmal die Hälfte der HDMI-Bandbreite von 5 Gigabit nutzen, so dass für spätere Erweiterungen – etwa die Übertragung anderer Daten – noch genügend Platz sein soll.

Unterstützung gibt es jedoch nicht nur von Seiten der Hersteller, sondern auch von Seiten der Filmindustrie, die einerseits die höhere Bildqualität gutheißt, andererseits aber auch darauf gedrängt hat, eine verschlüsselte Übertragung innerhalb und zwischen Unterhaltungselektronik-Geräten einzuführen. Dafür findet sich in der HDMI-1.0-Spezifikation die so genannte "High-bandwidth Digital Content Protection" (HDCP), welche für eine verschlüsselte Übertragung über die Kabel sorgt. Ob die Kompatibilität von HDMI zu vorhandenen Geräten mit DVI-Schnittstelle, etwa Plasma-Fernseher, LCDs oder Set-Top-Boxen, auch noch gewährleistet ist, wenn die Daten verschlüsselt übertragen werden, ist allerdings anzuzweifeln.

HDMI-fähige Unterhaltungselektronik soll im ersten Halbjahr 2003 in Form von Prototypen existieren und ab zweiter Jahreshälfte 2003 marktreif sein.


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