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Spieletest: Kingdom Hearts (+ Gewinnspiel)

Final Fantasy meets Walt Disney. Die Entwicklerschmiede Sqauresoft ist weltweit vor allem durch die erfolgreiche Final-Fantasy-Reihe bekannt. Für Kingdom Hearts hat sich das Team mit Disney Interactive zusammengetan und so ein recht außergewöhnliches Action-Adventure für die PlayStation 2 erschaffen.
/ Thorsten Wiesner
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So trifft man im Spiel nicht nur das eine oder andere aus Final Fantasy bekannte Gesicht, sondern bekommt es gleich mit der ganzen Disney-Sippschaft zu tun – Mickey und Donald sind ebenso dabei wie Aladin, Arielle und Pinocchio. Zumindest in Japan ging das ungewöhnliche Konzept bereits auf. Kingdom Hearts konnte sich dort bereits knapp eine Million Mal verkaufen.

Im Spiel selber steuert man allerdings keinen der bekannten Charaktere, sondern schlüpft in die Rolle des jugendlichen Sora, der auf Grund eines magischen Sturms den Kontakt zu seinem besten Freund und seiner Heimat verliert. Bei seiner Suche nach dem Weg zurück trifft er unter anderem auf so illustre Gestalten wie King Micky, Court Wizard Donald und Captain Goofy, die im Disney Castle ebenfalls unter den Folgen des Sturms zu leiden haben.

In zwölf verschiedenen Welten – die natürlich ebenso aus den Disney-Storys stammen, so dass man sich unter anderem in Tarzans Dschungel, im Wunderland von Alice oder dem Hundert-Morgen-Wald von Winnie Puh bewegt – müssen diverse Gegner mit Waffengewalt oder wahlweise auch Zaubersprüchen bezwungen werden. Von Zeit zu Zeit besteigt man zudem ein Raumschiff und darf sich in den Weiten des Alls die Finger wund ballern. Die Kämpfe geben allerdings durchaus Grund zur Kritik. Vor allem das ungenaue automatische Anvisieren der Feinde sowie die oft unglückliche Kameraposition sind häufig Grund für Frustmomente.

Dafür sorgen diverse Mini-Spiele wie etwa lustiges Lianen-Hangeln mit Tarzan oder eine kurze Rundfahrt mit Aladins fliegendem Teppich für spielerische Abwechslung. Diverse Geschicklichkeitspassagen sind ebenfalls eingebaut, aber auch die Rollenspiel-Elemente kommen nicht zu kurz: Erfolgreiche Aufträge bringen Erfahrungspunkte, mit denen sich die Charakter-Eigenschaften aufwerten lassen.

Die Optik ist recht knuffig, allerdings nicht gerade Maßstäbe-setzend – die vielen bekannten Figuren in ihren teils sehr amüsanten Kostümen täuschen ein wenig darüber hinweg, dass grafisch allenfalls gehobenes Mittelmaß geboten wird. Die Sprachausgabe ist dafür hervorragend – vor allem in den zahlreichen Zwischensequenzen kommen die fast lippensynchronen Texte gut zur Geltung.

Fazit:
Kingdom Hearts ist keinesfalls ein Kleinkinder-Spiel geworden, auch wenn einem die Aufmachung diesen Eindruck vermitteln könnte. Dafür ist das abwechslungsreiche Gameplay mit Rollenspiel- und Action-Elementen eindeutig zu anspruchsvoll. Wer allerdings Disney-Charaktere für Kinderkram hält, sollte die Finger von dem Spiel lassen – ohne einige Sympathie für Donald und Co. wird man dem Spiel kaum etwas abgewinnen können. Hat man keine Berührungsängste, wird man dem Spiel zweifellos einige sehr unterhaltsame Stunden abgewinnen können.

Gewinnspiel:
Wer sich selber vom Spielwitz und dem einfallsreichen Szenario von Kingdom Hearts überzeugen will, hat jetzt die Chance, eine von 20 Vollversionen des PS2-Spieles (inkl. schickem Poster zum Spiel sowie PR-CD und Demoversion) zu gewinnen. Die Preisfrage lautet: Square hat gezeigt, wie sich Elemente von Final Fantasy mit Disney-Charakteren verknüpfen lassen. Welches andere PC- oder Konsolenspiel könnten Sie sich ebenfalls mit Disney-Charakteren vorstellen und warum? Möglichst kreative Antworten bitte per E-Mail an gewinnspiel@golem.de . Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, Einsendeschluss ist der 20. Dezember 2002.


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