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IBM baut schnellsten Computer der Schweiz

Forschungslabor Rüschlikon nutzt Supercomupter zur Rüschlikon-Materialforschung. Das IBM Forschungslabor Zürich hat den schnellsten Computer der Schweiz an seinem Standort in Rüschlikon installiert. Der IBM-Supercomputer kann mehr als eine Billion Rechenoperationen pro Sekunde ausführen und ist damit die Nummer 70 unter den 500 leistungsfähigsten Computern der Welt.
/ Jens Ihlenfeld
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Die IBM-Wissenschaftler benutzen das System für ihre Arbeiten in der computergestützten Biochemie und Materialwissenschaft. "Der neue Supercomputer widerspiegelt die hohen Inventionen von IBM in anspruchsvollste Computeranwendungen in der Forschung und ist gleichzeitig ein Vorzeigeprojekt für Supercomputer-Technologie von IBM" , sagt Krishna Nathan, Direktor des IBM Forschungslabors Zürich. "Die Maschine bildet eine wichtige Grundlage für weitere Fortschritte von Top-Experten für Computersimulationen in unserem Labor."

In Rüschlikon entwickeln und verwenden die IBM-Wissenschaftler Methoden zur Simulation des Verhaltens von Materialien auf atomarer und molekularer Ebene. Erkenntnisse in diesen Dimensionen sind wichtig für das Verständnis von chemischen und physikalischen Prozessen, die zum Beispiel an der Berührungsfläche zwischen unterschiedlichen Materialien oder zwischen Heilmitteln und molekularen Komplexen im menschlichen Körper ablaufen.

Das neue Computersystem im IBM-Forschungslabor besteht aus acht Türmen der IBM eServer Serie p690 und einem Kompilationsserver der Serie p630. Die insgesamt 260 Power4-Prozessoren arbeiten mit einer Taktrate von 1,3 GHz und können vier Gleitkomma-Operationen pro Zyklus ausführen, was eine Maximalleistung von 5,2 Gflops pro Prozessor bringt. Das gesamte System erreicht somit eine Verarbeitungsleistung von 1,35 Tflops.

Die acht Knoten verfügen über eine Hauptspeicher-Gesamtkapazität von 516 GB und sind mit Gigabit-Ethernet-Switches verbunden, die eine maximale Übertragungsrate von 1 Gb pro Sekunde erlauben. Teil des Systems sind 2,19 TB Speicherplatz auf insgesamt 30 Plattenspeichern mit je 73 GB Kapazität. Die Software "General Parallel File System" (GPFS) soll ein äußerst schnelles paralleles Lesen und Schreiben sowie die Nutzung der gesamten Speicherkapazität als eine Einheit ermöglichen.


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