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Plusminus: Vodafone verkauft fehlerhaftes Handy

Panasonic GD 87 baut ungewollt kostenpflichtige Verbindungen auf. Vodafone D2 wirbt derzeit massiv für sein neues Live-Portal und in diesem Zusammenhang auch für das Multimedia-Handy Panasonic GD 87. Doch das unter dem Markennamen Vodafone Live vermarktete Panasonic-Gerät GD 87 kann mehr, als Kunden wünschen, berichtet das Magazin Plusminus. Durch einen Softwarefehler ist es Dritten möglich, für den Handybesitzer kostenpflichtige Datenverbindungen zu dem Handy aufzubauen, ohne dass dieser dies mitbekommt.
/ Jens Ihlenfeld
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Verursacht wird das Problem durch den WAP-Push-Dienst. Nach Recherchen von Plusminus ist es im Internet für jeden möglich, frei verfügbare Seiten auf das Handy zu "pushen" – die dazu notwenigen Verbindungen werden dabei dem Handynutzer in Rechnung gestellt.

Durch Eingabe der Mobiltelefonnummer kann eine Aufforderung an das Panasonic-Handy geschickt werden, das dann eine Datenverbindung aufbaut, ohne Zustimmung des Nutzers. Die Manipulation klappt immer, wenn das Handy eingeschaltet ist, so Plusminus. Eine Möglichkeit, die automatische Annahme zu deaktivieren, bietet das Gerät nicht.

Bislang sei das Problem lediglich beim neuesten Panasonic-Gerät aufgetaucht, andere Handys, die WAP-Push unterstützen, bauen Datenverbindungen erst nach einer Bestätigung durch den Nutzer auf.

Vodafone-Konkurrent T-Mobile hat eigenen Angaben zufolge das Panasonic-Gerät kurzfristig wegen Mängeln aus dem Verkaufsprogramm genommen. Vodafone weist Forderungen nach einem Verkaufsstopp für das Gerät als unbegründet zurück: "Auf Basis des jetzigen Sachstandes haben wir überhaupt keinen Grund, den Verkauf in irgendeiner Form einzuschränken" , so Amelie Döbele von der Vodafone D2 GmbH.


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