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Test: Tungsten T - erster PDA mit neuem PalmOS 5 (Update)

Während Palm mit dem Zire das Versprechen gebrochen hat, alle künftigen Palm-Geräte mit dem Universal Connector auszustatten, wurde es mit dem Tungsten T wieder eingelöst. Allerdings kann es durch den Wechsel auf PalmOS 5 dennoch passieren, dass einiges Zubehör nicht mit dem Neuling funktioniert, weil noch passende Treiber fehlen. So steht für die PDA-Tastatur von Palm derzeit nur ein Beta-Treiber für PalmOS 5 zur Verfügung, der augenscheinlich seine Arbeit ganz gut verrichtet.
Nachtrag vom 12. Dezember 2002, 9.00 Uhr:
Wie Golem.de erfahren hat, soll es mit der Kompatibilität des Universal Connector doch nicht so gut bestellt sein, wie zunächst angenommen. Demnach soll sich Zubehör wie Ladegeräte, Notlader und ähnliches nicht am Universal Connector des Tungsten T befestigen lassen, weil derartiges Zubehör sich sofort wieder von der Schnittstelle löst. So bleibt zu konstanieren, dass Palm hier anscheinend nicht ausreichend auf Kompatibilität geachtet hat. Denn der Tungsten T scheint sich nur mit Universal-Connector-Zubehör zu verstehen, auf das der PDA senkrecht aufgesteckt wird.

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Tungsten T
Tungsten T
Begeistert die Geschwindigkeit bei der Programmausführung auf dem Tungsten T schon, so erlebt man einen wahren Geschwindigkeitsrausch bei der Synchronisation mit einem Desktop-PC. Einen schnelleren Datenaustausch hat es zwischen PalmOS-Gerät und Desktop noch nicht gegeben, auch wenn die bisherige Synchronisation alles andere als langsam war. Als Synchronisations-Software liegt dem Tungsten T der Palm Desktop 4.1 in deutscher Sprache samt PocketMirror 3.1 zur Outlook-Synchronisation bei. Leider bietet Palm den aktuellen Palm Desktop derzeit nur in englischer Sprache als Download an. Der Palm Desktop beherrscht zu den üblichen PIM-Funktionen auch die Verwaltung von Sprachnotizen und unterstützt zusätzlich zu Kabel und Infrarot auch den Datenaustausch über Bluetooth.

Zum Lieferumfang des Tungsten T gehört eine USB-Dockingstation, ein Lade-Netzteil, ein knappes gedrucktes Handbuch sowie zwei Software-CDs. Erneut ignoriert Palm damit die langjährige Kritik, dass ein mobiles Gerät nach einer praktikablen Möglichkeit verlangt, unterwegs mit Strom versorgt zu werden. Denn das Lade-Netzteil kann nicht direkt an den PDA angeschlossen werden, so dass auf Reisen die klobige Dockingstation zum Aufladen des Akkus mitgeschleppt werden muss. Palm bietet den Tungsten T zum Listenpreis von 599,- Euro an. Im tagesaktuellen PDA-Preisvergleich auf markt.golem.de bekommt man den Tungsten T bereits zum Preis von 525,- Euro.

Fazit:
Mit dem Tungsten T bringt Palm - wenig überraschend auf Grund des ARM-Prozessors - den bislang schnellsten PalmOS-PDA auf den Markt. Leider hat die hohe Geschwindigkeit auch ihren Preis, den man in Form einer drastisch reduzierten Akku-Laufzeit bezahlen muss, so dass viele PDA-Nutzer mit einem Dragonball-Gerät wohl besser bedient sind. Wer sich an der niedrigeren Akkuleistung nicht stört, erhält mit dem Tungsten T ein gut ausgestattetes, solides Gerät - zu einem entsprechenden Preis. Mit dem Navigationsknopf und der Bluetooth-Integration lässt der Marktführer endlich mal wieder Erfindungsgeist aufblitzen und lässt damit die übrige PalmOS-Konkurrenz hinter sich. Besonders begeistert die gelungene Einbindung des Navigationsknopfes in das Betriebssystem und die narrensichere Bluetooth-Funktion, dem auch gleich passende Applikationen zur Seite stehen, die bis auf die unzureichende SMS-Applikation überzeugen können.

Erstaunt stellt man fest, dass Palm sich weiterhin mit einer unzureichenden mobilen Stromversorgung begnügt, obgleich die Akkuleistung des Tungsten T mit dem Wechsel zur ARM-Plattform rapide eingebrochen ist. Umso wichtiger ist es, den PDA unterwegs auf Reisen auch ohne klobige Dockingstation aufladen zu können. Als kleines Sorgenkind des Tungsten T könnte sich die verschiebbare Knopfleiste entpuppen, weil der Mechanismus förmlich danach giert, Schmutz und Dreck aufzunehmen und die Konstruktion unbrauchbar zu machen.

Auch wenn der Navigationsknopf vorbildlich Einzug in die PalmOS-Welt genommen hat, würde dem Tungsten T ein in vielen anderen PalmOS-Geräten üblich gewordenes Drehrad (Jog-Dial) gut zu Gesicht stehen. Ein solches Drehrad am linken Gehäuserand wäre ein weiterer Komfortsprung beim Lesen von E-Books, Webseiten und Ähnlichem, an das man sich nur allzu schnell gewöhnt und es lieb gewinnt.
Nachtrag vom 12. Dezember 2002, 9.00 Uhr:
Die Erkenntnisse über die unzureichende Kompatibilität des so genannten Universal Connector sorgt für Verunsicherung der Kunden, weil eben manches Zubehör für diese Schnittstelle wohl nicht ohne Schwierigkeiten an den Tungsten T passt, so dass viel Zubehör doch nachgekauft werden muss.

 Test: Tungsten T - erster PDA mit neuem PalmOS 5 (Update)
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Nukelar~Hase 20. Feb 2003

Defintiv. War es so schlimm im Usenet, oder warum kommen solche Ausrutscher immer wieder...

Christian Hermanns 13. Feb 2003

Zum ersten teil : 12 min entsprechen ca 3 mb die einelaufzeichnungen lassen sich ähnlich...

Michael Juhnke 13. Jan 2003

Wo ist bitte deine Quelle bezüglich Tinxo's Alter? Oder relativiert sich ein...

ois-isi 04. Jan 2003

... auch wenn ich bis zum m5xx alle wesentlichen Modelle gekauft habe, muß ich Dir...

ip (Golem.de) 02. Jan 2003

Hallo, die Sprachnotizen lassen sich auf dem Tungsten T mit der integrierten Software...


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