OpenHBCI 0.9.4 - Homebanking-Standard HBCI für Linux/Unix
Mittels der OpenHBCI-Bibliothek von Fabian Kaiser, Martin Preuß und Christian Stimming sollen Programmierer von Finanzanwendungen problemlos die Möglichkeiten der HBCI-Spezifikation nutzen können, ohne sich um HBCI-spezifische Details kümmern zu müssen. Geschäftsvorfälle aus HBCI, wie Abruf der Kontoumsätze, Beauftragung von Überweisungen oder Initiierung eines Bankeinzugs, sollen durch wenige Code-Zeilen in einer Anwendung verwendet werden können. OpenHBCI befand sich zuvor im monatelangen Testbetrieb.
"Diese Bibliothek ist die erste freie HBCI-Implementierung überhaupt" , betont Christian Stimming vom Entwicklerteam. "Damit kann jeder seine persönliche Homebanking-Anwendung selber schreiben. Und es wird möglich, den Quelltext meines Homebanking-Programms öffentlich auf potenzielle Hintertüren zu prüfen."
OpenHBCI ist in der Sprache C++ geschrieben und für C++ und C benutzbar. Zur Verschlüsselung und Authentifizierung wird laut Entwicklerteam sowohl eine Chipkarte mit symmetrischem Triple-DES-Verfahren als auch das diskettenbasierte RSA-Verfahren mit selbsterzeugtem öffentlichem/privatem Schlüsselpaar unterstützt. Die Bibliothek soll stabil auf Linux/Unix laufen und seit Monaten erfolgreich zur Verwaltung von realen Girokonten verwendet werden, z.B. mit verschiedenen Sparkassen oder der Deutschen Bank.
OpenHBCI steht unter der Open-Source-Lizenz GNU Lesser General Public Licence (LGPL) und ist kostenlos erhältlich auf der Homepage www.openhbci.de(öffnet im neuen Fenster) . Pakete mit dem Quelltext und fertige Binaries für die Distributionen SuSE 8.0 und Debian Woody sind zu finden auf sourceforge.net/projects/openhbci(öffnet im neuen Fenster) . OpenHBCI 0.9.4 benötigt die Bibliotheken OpenSSL und Libchipcard.
Die bekannteste Applikation für den Endbenutzer, die seit neuestem auf OpenHBCI aufbaut, ist die freie Finanzverwaltung GnuCash; weitere Applikationen sind auf openhbci.sourceforge.net/links.html(öffnet im neuen Fenster) zu finden.



