IBM kündigt den kleinsten Silizium-Transistor an
"Die Fähigkeit, funktionstüchtige Transistoren mit diesen Dimensionen zu fertigen, könnte es uns ermöglichen, 100-mal mehr Transistoren auf einem Computer-Chip unterzubringen als derzeit möglich ist" , so Dr. Randy Isaac, Vice President of Science and Technology bei IBM Research. Mit der Schrumpfung auf eine molekulare Ebene hätte sich zudem gezeigt, dass das zu Grunde liegende Transistor-Konzept auch in dieser Größe funktionieren würde.
Der Silizium-Körper des neuen 6-nm-Gate-Transistors soll lediglich 4 bis 8 nm dick sein und korrektes Ein- und Ausschalt-Verhalten zeigen. IBMs Wissenschaftler sollen damit bereits die weltweit kleinsten funktionierenden MOSFETs mit 4-nm-Silizium-Körper und 6-nm-Gate-Länge auf ultradünnen Silicon-on-Insulator-(SOI-)Wafern mittels Halo-Implantaten und 248-nm-Wellenlängen-Litographie gefertigt haben. IBMs Ergebnissen zufolge ist eine aggressive Verdünnung der SOI-Schicht eine vielversprechende Option, um CMOS-Schaltkreise weiter zu verkleinern.
IBM wird Details seiner Entwicklung im Dokument "Extreme Scaling with Ultra-thin Silicon Channel MOSFETs" auf dem IEDM vorstellen, der vom 9. bis 11. Dezember 2002 in San Francisco stattfindet.



