Erster Auftritt der berühmten Archäologin auf dem GBA. Während man auf das neue PC-Abenteuer von Lara Croft noch bis zum nächsten Jahr warten muss, feiert die populäre Amazone mit Tomb Raider - The Prophecy nun ihren Einstand auf Nintendos Handheld-Konsole Game Boy Advance. Und ganz im Gegensatz zu ihren letzten PC-Auftritten kann sie hier auch wirklich überzeugen.
Lara findet ein Manuskript mit einer Prophezeiung, in der von einer bösen Magie die Rede ist, die Unheil über die Menschheit bringen wird. Verhindert werden kann dies nur durch den Besitz von drei Steinen, die aber natürlich über die ganze Welt verstreut sind und von Lara gefunden werden müssen.
So durchstreift man optisch abwechslungsreiche Szenarien wie alte Tempel oder verschneite norwegische Berge und muss sich naturgemäß mit einer Reihe unterschiedlicher Gegner herumärgern, darunter auch diverse größere Tiere. Lara steuert man dabei aus einer Vogelperspektive, sämtliche Aktionen sind intelligent auf die Aktionstasten verteilt. Die Bewegungsvielfalt der Heldin ist recht beachtlich, selbst auf akrobatische Einlagen, die sehr gut animiert sind, muss man nicht verzichten.
Einzig das dynamische Zielsystem braucht ein wenig Einarbeitungszeit: Zu Beginn hat man oft den Eindruck, mit seiner Pistole ins Leere zu zielen, obwohl man den Gegner dennoch trifft. Spielerisch wird ein guter Mix aus Action und Knobelei geboten - neben den Gefechten müssen typische Schalter-Rätsel gelöst und Auswege aus verzweigten Labyrinthen gefunden werden. Optisch und akustisch nutzt das Spiel den GBA zwar nicht vollkommen aus, die Präsentation des Titels ist aber dennoch insgesamt sehr gut gelungen.
Fazit: Tomb Raider: The Prophecy gehört zu den besseren GBA-Action-Titeln und überträgt den bekannten Hauptcharakter würdig auf die Handheld-Konsole. Wer also auch dieses Weihnachten nicht auf seine Lieblingsheldin verzichten will, bekommt hier ein eingängig zu steuerndes und abwechslungsreiches, allerdings auch nicht ganz einfaches Spiel.