Großunternehmen verlangen einheitliche E-Commerce-Standards
Eine Vielzahl uneinheitlicher Standards führt derzeit noch zu Unsicherheiten und beträchtlichen Prozesskosten bei einkaufenden Unternehmen sowie ihren Lieferanten, so die Beteiligten. Dr. Dietmar Kirchner, Leiter Konzerneinkauf Deutsche Lufthansa AG und Sprecher des ECC: "Systemanbieter zeigten bisher die fatale Neigung, sich über eigene Standards Wettbewerbsvorteile zu verschaffen." Leidtragende seien dabei auch kleine und mittlere Lieferanten, die ihren Vertrieb nur unter immensem Aufwand E-Business-fähig machen könnten.
Diese Lage auf dem E-Business-Sektor hat die Unternehmen nun an einen Tisch gebracht. Kirchner bezeichnete die Gründung des ECC als "historischen Tag", weil europäische Firmen für eine wichtige Form der Zusammenarbeit im Sinne "einer volkswirtschaftlichen Aufgabe" über ihren Schatten gesprungen seien.
Als Ergebnis einer gemeinsamen Untersuchung hatte sich der Club bereits auf die Standards BMEcat, eCl@ss und auf ISO-Codes festgelegt. Die ECC-Mitglieder verpflichten sich, nur noch Daten in diesen Standards von ihren Lieferanten zu verlangen. "Nun gilt es, die Prozesse zu standardisieren und somit zu rationalisieren", fasste Kirchner die nächsten Ziele des ECC zusammen. Es gelte, auch europäische Partner ins Boot zu holen, wobei der BME durch seine Kontakte zu über 40 Schwesterorganisationen entscheidend beitragen könne.
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