Gedruckte organische Plastik-Displays bald Realität?

Bisher soll dies laut Xerox noch kein anderes Polymer-Material geschafft haben. Diese Voraussetzung ist jedoch nötig, damit gedruckte Plastik-Transistoren eine leicht zu fertigende, billige Alternative zur teuren Silizium-basierten Elektronik werden können. Zur Entwicklung neuer organischer, elektronischer Materialen und Fertigungstechnologien, um die Herstellung von großflächigen Geräten wie Displays mit relativ günstigen Drucktechniken zu ermöglichen, forschen Xerox, die Xerox-Tochter PARC, Motorola Labs und Dow Chemical mit finanzieller Unterstützung des "National Institute of Standards and Technology" (NIST) im Verbund.
Das neue organische Material soll bereits in einfachen Bauelementen bei Xerox erfolgreich getestet worden sein. Damit sollen auch Schaltkreise beim Palo Alto Rearch Center (PARC) und ausgewählten Elektronikfirmen gedruckt worden sein. Xerox will das Material zusammen mit PARC und anderen Mitgliedern des staatlich geförderten NIST-Konsortiums noch weiter auf seine Tauglichkeit für verschiedene Anwendungsgebiete untersuchen. Wenn sich die Ergebnisse weiterhin als positiv herausstellen würden, werde man das Material aggressiv zur Marktreife entwickeln und an die aufstrebende Industrie für organische Elektronik lizenzieren.
"Einer der größten Kostenvorteile von gedruckten Plastik-Transistoren ist es, dass diese keine spezialisierten, teuren Fertigungsstätten oder -prozeduren benötigen, während Silizium-Transistoren ultrasaubere Reinraum-Umgebungen, Hochtemperatur-Vakuum-Systeme und komplexe photolithographische Prozesse benötigen" , erklärte der verantwortliche Forscher Beng Ong vom Xerox Research Centre of Canada. Ong leitet die "Printed Organic Electronics Group bei Xerox in Mississauga, Ontario.
Die erwarteten Anwendungsbereiche für gedruckte Plastik-Schaltkreise reichen von intelligenten Preisschildern bis hin zu Displays als elektronischem Papierersatz. Selbst tragbare postergroße Fernsehbildschirme oder Computerdisplays sollen damit denkbar sein.



