DVD-Rohlinge: Billiger ist nicht immer gut
Die Auswahl ist vermeintlich einfach: Entweder DVD-R oder DVD+R beziehungsweise ihre wiederbeschreibbaren Pendants – das sind die Formate, die derzeit den europäischen Markt von DVD-Rohlingen beherrschen. Bei beiden Formaten offenbarte die Mehrzahl der gebrannten Billigrohlinge beim späteren Auslesen eine hohe Fehlerrate. Die meisten der teuren Markenprodukte schnitten wesentlich besser ab, doch gab es auch unerfreuliche Ausnahmen. "Wer zu höherpreisigen DVD-Rohlingen greift, verringert lediglich das Risiko eines Fehlgriffs" , so c't-Redakteur Hartmut Gieselmann.
Einige Hersteller geben daher explizite Listen der Rohlingsmarken heraus, mit denen ihre Brenner besonders gut zusammenarbeiten. Beim Kauf eines DVD-Brenners ist folglich wichtig, dass der Hersteller entsprechende Informationen und für neue Rohlinge passende Firmware-Updates zur Verfügung stellt, damit der Anwender eine optimale Auswahl treffen kann.
Auch die Brenngeschwindigkeit ist ausschlaggebend für die Höhe der Fehlerrate. Billige DVD-R-Rohlinge sollten bestenfalls mit einfacher Geschwindigkeit gebrannt werden, was bei einer kompletten DVD eine Stunde dauern kann. "Auf den Einsatz im Internet kursierender Firmware, die auch billige Rohlinge mit zweifacher Geschwindigkeit brennt, sollte man besser verzichten" , warnt c't-Experte Hartmut Gieselmann. "Im Test stieg die Fehlerrate bei diesen Rohlingen um das Vielfache."
Manchmal kommt das böse Erwachen auch erst, wenn der Lieblingsfilm im DVD-Player laufen soll: Bei einigen Rohlingen macht sich eine hohe Fehlerrate erst dann bemerkbar, wenn die fertige DVD in ein anderes Gerät als in den Brenner eingelegt wird. Es lohnt also, sich vor dem Kauf von DVD-Rohlingen gut zu informieren.
Über die Preise von DVD-Brennern gibt der Golem.de-Preisvergleich tagesaktuell Auskunft.