SiS liefert 0,13-Mikron-Grafikprozessor Xabre600 aus
Leider scheint SiS weiterhin auf seine eigene Anti-Aliasing-Technik zu setzen, die nichts mehr als Oversampling mit Weichzeichner darstellt; SiS selbst nennt dies "blur plus oversampling". Damit werden neben den Kanten leider auch Details verwischt.
Sowohl Xabre600 als auch DDR-SDRAM (max. 128 MByte) werden synchron mit 300 MHz getaktet, jeweils 50 MHz mehr als beim Xabre400 maximal geboten wird. Wie bereits der Vorgänger unterstützt auch der Xabre600 den schnelleren AGP-8X-Bus, allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis Anwendungen und Spiele von der höheren Bandbreite profitieren werden. Weiterhin können bis zu zwei analoge bzw. digitale Displays angesteuert werden.
SiS verspricht eine im Vergleich zur Xabre400 mindestens um 20 Prozent gesteigerte Grafikleistung im vielzitierten 3D-Benchmark 3DMark 2001. Laut Presseberichten soll die Xabre400 etwa auf GeForce4-MX-Niveau liegen, kann aber letztendlich mehr Effekte darstellen.
Erste Xabre600-Grafikkarten sollen laut SiS in dieser Woche in Asien demonstriert werden, eingeladen sind die Hersteller Chaintech, C.P. Technology, DFI, ECS und Triplex. Ob diese jedoch auch Xabre600-Grafikkarten fertigen werden, nannte SiS noch nicht. Zeitgleich zur Einführung des Xabre600 will SiS zudem sein "Xminator-II Unified Driver"-Paket vorstellen, das Windows-Treiber für alle Xabre-Grafikchips enthält, inklusive Unterstützung für DirectX und OpenGL.


